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Sandkünstlerin malt Dresdner Zeitgeschichte

Wandelbare Bilder auf Leinwand Sandkünstlerin malt Dresdner Zeitgeschichte

Nur mit Licht und Sand macht die Illustratorin Anne Löper Geschichte lebendig. Zum Osterwochenende zeigt sie im Kulturrathaus Dresden eine Live-Performance namens „Dresdner Momente in Sand“. Mit einer Glasplatte, einem Licht und einer Leinwand zeigt sie den Zuschauern das Entstehen und Vergehen ihrer Bilder, die sie mit den Händen in Wüstensand zeichnet.

Die Dresdner Kulisse in Sand gemalt – Künstlerin Anne Löper zeigt am Osterwochenende die Geschichte der Landeshauptstadt mit ineinanderfließenden Bildern, die sie mit ihren Händen live auf eine Glasplatte zeichnet.

Quelle: PR

Dresden. Ihre Hände zeichnen Linien in den Sand. Die Bilder verändern sich, verschwinden wie flüchtige Momente, werden gleichzeitig zu neuen Bildnissen, verlaufen im Sande und nehmen dem Zuschauer die Illusion der Beständigkeit. Die Sandkünstlerin Anne Löper hat eine Show für Dresden kreiert, die sie den Zuschauern zu Ostern und am ersten Aprilwochenende zeigen will. Dort zeigt sie Dresdner Momente aus der Geschichte sowie den Zauber der Stadt in Bildern, die berühren.

Alles, was sie für ihre Vorstellung braucht, ist eine Glasplatte, ein Licht sowie eine Leinwand, damit die Zuschauer ihre entstehenden Bilder beobachten können. Auf der beleuchteten Fläche häuft sie den Sand an einer Stelle, wischt ihn an anderer Stelle weg und zeichnet Linien und Konturen, die peu á peu ein Gesamtbild ergeben. „Es ist Kunst für den Augenblick, nicht für die Ewigkeit“, sagt Anne Löper. Ihre Bilder untermalt die Oberlausitzer Illustratorin passend zur Szene mit Musik, Stimmen oder Geräuschen.

Es war Liebe auf den ersten Blick. Da ist sich die Sandkünstlerin sicher. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig suchte sie 2010 nach einem Thema. Durch Zufall sah sie ein Video einer russischen Sandkünstlerin. „Es hat mir die Sprache verschlagen und so begeistert, dass ich diese Art der Kunst direkt ausprobieren musste“, erzählt sie. Mit einem Baustrahler, zwei Holzblöcken und einer Glasplatte zimmerte sie spontan ihren ersten Lichttisch zusammen. „Es hat mir sofort gelegen“, so die Illustratorin. Das war im Jahr 2010. Der Wendepunkt ihres Lebens, denn seither zeichnet sie nur noch mit Sand. Niemals hätte Anne Löper gedacht, dass sie mit Sandkunst ihren Lebensunterhalt verdienen kann. Nach dem Diplom hatte sie ihr Ziel vor Augen und erarbeitete einen Businessplan. Das Arbeitsamt machte ihr klar: „Frau Löper, sie bauen da auf Sand.“ Das wollte sie nicht hinnehmen. Provisorisch baute ihr Vater ihr einen professionelleren Lichttisch und die Grafikerin erstellte eine Website auf eigene Faust. „Von da an klingelte das Telefon“, erzählt sie lächelnd. Inzwischen muss die gebürtige Oberlausitzerin sogar Termine absagen, weil sie zeitlich nicht zu schaffen sind.

Nach mehreren Sandgeschichten, die sie in ganz Deutschland gezeigt hat sowie Auftritten in Italien, England und den Niederlanden, zieht es sie wieder nach Dresden. „Ich habe in meiner Kindheit viel Zeit hier verbracht und fühle mich mit Dresden sehr verbunden“, erzählt Anne Löper. Außerdem machte sie eine Ausbildung zur Grafikerin im Elbflorenz. Nach einer Sandshow mit der Geschichte Hamburgs, wollte sie das auch für die Landeshauptstadt kreieren. „Natürlich kann ich nicht die gesamte Dresdner Geschichte aufrollen, aber wichtige Aspekte zeichne ich in Sand“, sagt sie. Vier Jahrhunderte Stadtgeschichte bis zur Gegenwart zeichnet die Künstlerin in 90 Minuten auf den Lichttisch. „Mit den Dresdner Momenten in Sand kehre ich zu meinen Wurzeln zurück“, sagt sie lächelnd.

Die Show „Momente im Sand“ von Anne Löper findet am Gründonnerstag (24. März), Karfreitag (25. März) und Ostersamstag (26. März) sowie am 1. und 2. April jeweils um 19.30 Uhr sowie am 3. April um 16 Uhr im Kulturrathaus, Königstraße 15, statt. Weitere Aufführungen sind am 18., 19. und 20. November. Tickets gibt es ab 15 Euro. Reservierungen sind per E-Mail an vorverkauf@gesandet.de oder im Internet unter www.gesandet.de möglich.

Von Juliane Just

Kulturrathaus, Dresden 51.061654842623 13.742808861377
Kulturrathaus, Dresden
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