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«Salome» feiert Premiere an der Dresdner Semperoper

Oper von Richard Strauß «Salome» feiert Premiere an der Dresdner Semperoper

Die Oper «Salome» ist weit mehr als der berühmte Tanz der sieben Schleier. Richard Strauß erzählt die Geschichte der sich nach Liebe sehnenden Königstochter in nur 100 Minuten. Wo sie einst uraufgeführt wurde, erlebt sie jetzt eine weitere Premiere.

"Salome" feierte am Sonnabend Premiere an der Dresdner Semperoper.

Quelle: Monika Forster

Dresden . Die Amerikanerin Jennifer Holloway hat ihr Rollendebüt als „Salome“ in der gleichnamigen Strauss-Oper mit Bravour gemeistert. Bei der Premiere des Klassikers am Samstagabend in der Dresdner Semperoper wurde sie mit Bravo-Rufen und viel Applaus bedacht. Holloway überzeugte nicht nur stimmlich, sondern zog das Publikum auch mit ihrem schauspielerischen Können in den Bann. Wie sie die nach Liebe dürstende Prinzessin an der Grenze zwischen Kindheit und Jugend in allen Nuancen glaubwürdige darstellte, war hollywood-reif und hauchte dem Opern-Thriller ein hohes Maß an Authentizität ein.

Die Oper „Salome“ von Richard Strauss erlebt an der Stätte ihrer Uraufführung eine Neuinszenierung. Die amerikanische Sängerin Jennifer Holloway feiert dabei als Salome ein Rollendebüt.

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Die Regie Michael Schulz überzeugte gleichfalls. Zu Beginn hatte er das Umfeld Salomes am Hof des Herodes (Lance Ryan) als Spielzeug der Prinzessin auftreten lassen: Puppe, Teddybär, Cowboy und Nussknacker. Auch für die Schlüsselszene, den „Tanz der sieben Schleier“, fand Schulz eine gute Lösung. Er gesellte Salome nacheinander sechs Burlesque-Tänzerinnen zur Seite, die Herodes sexuell erregen sollten und am Ende fast alle Hüllen fallen ließen. Viel Beifall gab es auch für Christa Mayer (Herodias), Markus Marquardt (Jochanaan) und Georg Zeppenfeld (Erster Nazarener). Das „Strauss“-Orchester Staatskapelle Dresden unter Omer Meir Wellber wurde frenetisch gefeiert.

„Salome“ war 1905 in Dresden uraufgeführt worden. Zur Semperoper pflegte Strauss ein enges Verhältnis. Neun seiner 15 Opern brachte er hier heraus. Jennifer Holloway ist schon die achte Dresdner „Salome“.

dpa

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