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Saisonabschluss der Meisterkonzerte in Pillnitz

Saisonabschluss der Meisterkonzerte in Pillnitz

Die inmitten der Pillnitzer Weinberge gelegene Kirche "Zum Heiligen Geist" ist der ideale Platz für ein heiteres Sommerkonzert. Bereits zum zehnten Male hatten sich die "Meisterwerke-Meisterinterpreten" diesen Ort für ihren Saisonabschluss auserkoren.

Trotz der brütenden Hitze wurde das Angebot bestens angenommen.

Mit dem Trompeter Mathias Schmutzler und dem Kreuzorganisten Holger Gehring konnten freilich auch zwei ausgewiesene Meister ihres Fachs gewonnen werden. Ihre musikalische Gemeinsamkeit ist einfach optimal. Die programmatische Spannweite war enorm (und wurde, als wäre es das Leichteste von der Welt, völlig problemlos bewältigt): barocke Pracht, Mozart, Spätromantisches und schließlich ein kleines Häppchen Jazz in Gestalt von Duke Ellington (der Happen hätte ruhig größer sein können). Mathias Schmutzler blies die kurzen Ausschnitte aus Ellingtons "Sacred Concerts" mit dem nötigen rhythmischen Gespür, mit Hingabe.

Seine blitzblanke, geschmeidige Trompetenkunst bewies er im einschmeichelnden "Ave Maria" eines Trompetenkollegens, Aleksander Poteenko, und natürlich - mit dem tiefer liegenden Corno da caccia - bei den kunstvoll mit der Orgel verwobenen Arien von Bach, u.a. "Gott hat alles wohl gemacht" aus der Kantate "Geist und Seele wird verwirret". Mathias Schmutzler pickte sich ein Lieblingsstück aller Sopranistinnen heraus: das "Alleluja" aus Mozarts Motette "Exultate Jubilate" KV 165 und zog mit der leichtfüßigen makellosen Brillanz der Widergabe alle in seinen Bann.

Holger Gehring war ihm stets ein besonders einfühlsamer, eigene Impulse einbringender Partner. Dazu brillierte er mit der strahlenden und klug ausgeleuchteten Schönheit des dem Dritten Teil der Klavierübung vorangestellten Präludiums Es-Dur von Bach. Dass er die Spätromantiker - das gefühlvolle Adagio F-Dur von Gustav Adolf Merkel, das wunderschöne Intermezzo aus Rheinbergers 4. Orgelsonate und Elgars wohlbekanntes, gefühlsbetontes Chanson de Matin - dermaßen sensibel und mit ebenso plausiblen wie effektvollen Klangschattierungen versehen musizierte, spricht für die außergewöhnliche Qualität des Kreuzorganisten.

Das zweite Originalwerk für die Besetzung Orgel und Trompete (es gibt deren nicht viele), die g-Moll-Sonate des Böhmen Pavel Joseph Vejanovsky setzte mit barocker Pracht den Schlusspunkt.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 07.07.2015

Mareile Hanns

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