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Sachsen verleiht künftig alle zwei Jahre hochdotierten Tanzpreis

Sachsen verleiht künftig alle zwei Jahre hochdotierten Tanzpreis

Das Land Sachsen wird künftig alle zwei Jahre einen Tanzpreis verleihen. Die mit 10.000 Euro dotierte Auszeichnung trägt den Namen der Tänzerin Ursula Cain (1927-2011).

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Der neue sächsische Tanzpreis ist nach Ursula Cain benannt.

Quelle: André Kempner

Der Preis geht auf eine Initiative von Kunstministerin Sabine von Schorlemer (parteilos) zurück, die Sparkassen-Versicherung Sachsen unterstützt das Anliegen. „Sachsen ist nicht nur die Wiege des modernen Ausdruckstanzes, sondern hat auch heute eine vielfältige und lebendige Tanzszene. Der Sächsische Tanzpreis soll das Engagement von Künstlerinnen und Künstlern dieser Szene würdigen und zudem stimulierende Impulse für das Tanzland Sachsen geben“, sagte von Schorlemer am Freitag in Dresden.

Die Hälfte des Preisgeldes geht direkt an die Gewinner. Die zweite Hälfte soll zweckgebunden für ein Gastspiel in Sachsen verwendet werden. Damit möchte der Freistaat auch ein Signal für die Tanzförderung im eigenen Land setzen. „In Sachsen gibt es bisher keine Förderung für die Wiederaufführung von Produktionen.“ Da aber nur durch häufige Auftritte Tanzcompagnien sichtbar werden, wachsen können und überregionale Bedeutung erlangen, sei dieser Preis ein wichtiger Baustein in der Tanzlandschaft Sachsens, wie es hieß. Mit der Ausrichtung des Preises wurde der Tanzproduzent und Veranstalter LOFFT aus Leipzig beauftragt.

Der Preis richtet sich sowohl an Inszenierungen aus der freien Szene als auch aus den Stadt- und Staatstheatern. „Der Sächsische Tanzpreis ist ein starkes Signal für die gesamte Tanzszene im Freistaat, gerade weil er nicht nach Institutionen unterscheidet, sondern die künstlerische Kraft einer Inszenierung würdigt“, betonte Dirk Förster, künstlerischer Leiter des LOFFT. Die Auszeichnung wird erstmals 2015 verliehen.

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Die Namensgeberin Ursula Cain wurde 1927 in Dresden geboren und verstarb 2011 in Leipzig. Ursula Cain wurde in ihrer Geburtsstadt an der Mary-Wigman-Schule und der Tanz-Akademie des Konservatoriums als Tänzerin und Pädagogin für modernen Tanz ausgebildet. Sie war Mitglied der Dore-Hoyer-Gruppe und hatte Engagements als Solotänzerin in Rostock und Dessau. Ab 1952 war sie erste Solotänzerin der Oper Leipzig und später 22 Jahre lang Pädagogin an der Ballettschule der Oper. Seit 1993 leitete sie die Gruppe „Tanzkaleidoskop“ und war zudem Ehrenmitglied der Oper Leipzig.

dpa/ttr

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