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Sachsen unterliegt im Rechtsstreit mit Opernintendant Dorny

Streit für beendet erklärt Sachsen unterliegt im Rechtsstreit mit Opernintendant Dorny

Im Streit mit dem 2014 fristlos gekündigten Opernintendanten Serge Dorny hat die sächsische Regierung eine juristische Niederlage erlitten. Das Oberlandesgericht wies die Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Dresden als offensichtlich unbegründet zurück. Das Dorny an die Semperoper zurückkommt, ist unwahrscheinlich.

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Serge Dorny

Quelle: dpa

Dresden. Im Streit mit dem 2014 fristlos gekündigten Opernintendanten Serge Dorny hat die sächsische Regierung eine juristische Niederlage erlitten. Das Oberlandesgericht Dresden wies die Berufung gegen ein Urteil des Landgerichts Dresden als offensichtlich unbegründet zurück, wie eine Gerichtssprecherin am Dienstag sagte. Darin war die Kündigung Dornys als Intendant der Dresdner Semperoper für unrechtmäßig erklärt worden. „Der Beschluss stellt klar, dass der Vertrag von Herrn Dorny durch die Kündigung nicht beendet wurde.“ Eine Revision sei nicht möglich. Der Freistaat könnte sich nun nur noch mit einem Zulassungsbegehren an den Bundesgerichtshof wenden.

Dorny war 2014 - ein halbes Jahr vor seinem geplanten Amtsantritt in Dresden - gefeuert worden. Nach Darstellung des Ministeriums hatte er Vertrauen verspielt. Er selbst sah sich als Opfer eines Kompetenzgerangels mit dem Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Christian Thielemann.

Im Kunstministerium gibt es offensichtlich keine großen Ambitionen, den Weg zum BGH nach Karlsruhe zu gehen. Ein Sprecher erklärte den Streit am Dienstag für beendet. „Wir gehen nicht davon aus, dass Herr Dorny an die Semperoper Dresden zurückkehrt.“ Zunächst werde man den Beschluss aber prüfen. „Wir gehen davon aus, dass es zu keiner finanziellen Belastung des Freistaats Sachsen kommt.“

Finanzielle Forderungen hätten beim Beschluss des Oberlandesgerichts keine Rolle gespielt, sagte die Sprecherin. Jedoch habe Dorny in seiner Erwiderung auf die Berufung der Staatsregierung Zahlungsansprüche in Höhe von gut 60 000 Euro aus seinem Vorbereitungsvertrag geltend gemacht. Dieser war für die Zeit geschlossen worden war, in der er neben seinem Engagement in Dresden auch noch Opernchef in Lyon war. Nach dem Zerwürfnis in Dresden war der 54-Jährige im Opernhaus der französischen Stadt geblieben.

Ob sich für Dorny weitere Ansprüche ergeben, ist ungeklärt. Im Kunstministerium geht man wohl davon aus, dass allenfalls die Differenz zwischen den Bezügen in Lyon und denen in Dresden ausgeglichen werden müsste. Zu seinem Einkommen in Lyon hat sich Dorny im Prozessverlauf jedoch nicht geäußert.

Was die Leitung der Semperoper angeht, richtet das Kunstministerium den Blick nach vorn. „Wir haben mit Herrn Peter Theiler einen künstlerisch und menschlich hervorragend geeigneten Intendanten für die Oper gewonnen. Er wird sein Amt in Dresden zur Spielzeit 2018/2019 antreten.“ Bis dahin führt der kaufmännische Direktor Wolfgang Rothe weiter die Geschäfte.

dpa

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