Volltextsuche über das Angebot:

12 ° / 2 ° wolkig

Navigation:
Google+
SPD-Fraktion schießt weiter gegen Forsythe-Company in Hellerau

SPD-Fraktion schießt weiter gegen Forsythe-Company in Hellerau

Die Dresdner Stadtratsfraktion hört nicht auf ihre frühere Kunstministerin und jetzige SPD-Landtagsabgeordnete Eva-Maria Stange, die sich für Modernen Tanz in Hellerau einsetzt.

"Die Zuschüsse für die Forsythe-Company sind nicht vertretbar", polterte der kulturpolitische Sprecher der SPD-Fraktion Wilm Heinrich, der früher einmal Sprecher des Schauspielhauses war. Von einer Teilhabe der Dresdner und der Gäste der Stadt an den Auftritten der Forsythe-Company könne nicht die Rede sein. "Die Landeshauptstadt sollte mit der Forsythe-Company und den anderen Vertragspartnern über eine Aufhebung des Vertrages, zumindest aber über eine deutliche Anpassung verhandeln", fordert Heinrich.

Genau das sei aber nicht möglich, machten in einer gemeinsamen Pressekonferenz Dresdens Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) und der Künstlerische Leiter des Europäischen Zentrums der Künste in Hellerau, Dieter Jaenicke, klar. Dresden sei in der Vereinbarung mit Forsythe nur einer von fünf Partnern, hätte bereits Ende Juni den Vertrag um drei Jahre verlängern müssen. Viel schwerer wiege aber, dass diese Kooperation nur ein Baustein des komplexen Hauptstadtkultur-Vertrages mit dem Freistaat ist. Wenn die Stadt jetzt diesen Vertrag einseitig auflöse, könne sie nur verlieren, betonten Lunau und Jaenicke unisono. Geld gebe es eben nicht für andere Projekte.

Das hielt Heinrich nicht davon ab, bekannte Zahlen erneut zu nennen. So haben die 25 Veranstaltungen der Forsythe-Company in Hellerau 2011 insgesamt 3013 zahlende Besucher gesehen. Außerdem seien für die Unterkunft der Tänzer in einem Hotel in Radebeul und die technische Grundbetreuung der Forsythe-Company im Festspielhaus Hellerau im Jahr 2011 zusätzlich 177 567 Euro aufgewendet worden - zusätzlich zu den jährlichen 1,5 Millionen Euro aus dem Hauptstadtkultur-Vertrag. Heinrich erhält Schützenhilfe von Linke-Fraktionschef André Schollbach, der eine ergebnisoffene Diskussion fordert, weil die erhoffte kulturelle Ausstrahlung von Forsythe hinter den Erwartungen zurückgeblieben sei.

Dem widersprachen Jaenicke und Lunau und verwiesen auch auf die Kooperationen mit Palucca-Schule und Semperoper. Lunau sprach von einer öffentlichen Debatte, die zum Teil sehr kleinkariert verlaufe. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 06.07.2012

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr