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Rund 700 Denkmäler öffnen heute in Sachsen - Unbequemes im Fokus

Rund 700 Denkmäler öffnen heute in Sachsen - Unbequemes im Fokus

Rund 700 Gebäude, Parks, Schlösser und Anlagen öffnen heute beim bundesweiten 21. Tag des offenen Denkmals in Sachsen die Tore. "Jenseits des Guten und Schönen" - der bundesweite Denkmalstag macht diesmal besonders auf unbequemes Erbe aufmerksam.

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Vor Jahren bröckelte am ehemaligen Zentralen Forschungsinstitut für Arbeit die Fassade. Nun ist das "Blaue Haus" am Zoo saniert und kann besichtigt werden.

Quelle: Redaktion DNN

Das Motto 2013 verweist auf eine Grundfrage: Was ist erhaltenswert, was unbequem und warum? Im Fokus stehen dabei auch Denkmale, die an Krieg und Unrecht erinnern, Gebäude der Nachkriegsmoderne sowie ungenutzte Industrie- und historische Bauten in strukturschwachen Gegenden.

In Dresden können Interessierte beispielsweise das sanierte "Blaue Haus" am Lennéplatz, das Café Prag, den Eliasfriedhof und die Kellergewölbe unter dem Altmarkt besichtigen. Zahlreiche Führungen ermöglichen Einblicke in sonst nicht zugängliche Orte, etwa den ehemaligen Leipziger Bahnhof, das Lapidarium in der Zionskirchruine oder das frühere Luftgaukommando an der August-Bebel-Straße.

„Denkmale sind Teil unseres kulturellen Erbes“, betonte Innenminister Markus Ulbig (CDU). Er wird den Aktionstag auf Schloss Hubertusburg in Wermsdorf (Mittelsachsen) eröffnen. Europas größtes barockes Jagdschloss des 18. Jahrhunderts steht weitgehend leer und muss dringend saniert

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werden. Eine große Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden macht derzeit in extra dafür rohbausanierten Räumen auf das schlummernde Potenzial der riesigen Immobilie aufmerksam.Der Freistaat hat nach Angaben des Innenministeriums für Pflege und Erhalt von Denkmälern seit 1991 fast 1,5 Milliarden Euro ausgegeben. Zwei Drittel des Geldes waren Investitionen in Objekte in dessen Besitz, mit mehr als 500 Millionen Euro wurde im Landesprogramm Denkmalpflege gefördert. Reichlich eine weitere Milliarde von Land und Bund floss in den Erhalt des kulturellen Erbes und damit historischer Altstädte.

Die Deutsche Stiftung Denkmalschutz investierte bisher rund 51,6 Millionen Euro in die Rettung bedrohter sächsischer Denkmäler. Damit konnten 726 Bauten saniert werden. Mit 103 000 Objekten hat Sachsen einen reichen Denkmalbestand. Damit der auch künftig gepflegt und erhalten wird, wurde ein Kinder- und Jugenddenkmalpreis ins Leben gerufen. Er soll junge Menschen für die Aufgabe begeistern und gewinnen und am Sonntag zum zweiten Mal vergeben werden - an drei Schulklassen, die Denkmale adoptiert haben.

Das Programm für den Tag des offenen Denkmals ist im Internet zu finden, beispielsweise für Dresden, den Kreis Meißen und den Kreis Sächsische Schweiz/Osterzgebirge.

dpa

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