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Raumspuren und Imagination - Digitale Malerin von Anna Kasten in Dresden

Raumspuren und Imagination - Digitale Malerin von Anna Kasten in Dresden

Verschwommen und amöbisch wie Spuren von bewegten Landschaften, die der Regen auf Windschutzscheiben oder in den Rückspiegel zaubert, erscheint die digitale Malerei von Anna Kasten (geb.

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Anna Kasten/VG- Bildkunst: Floating On Waves, 2013. Repro: Galerie

Quelle: Repro

1976 in Dresden) in einer Ausstellung der Galerie am Damm. Die neun geheimnisvollen, imaginären Landschaften entstanden im Sommer des vergangenen Jahres nach Wandererlebnissen und Fahrten rund um Dresden. Erinnerungen an Raumeindrücke wurden im Atelier am Computer zerlegt, bearbeitet, gefiltert, neu zusammengesetzt, schließlich auf Papier oder Karton ausgedruckt und hinter Glas präsentiert. Die umgeformte Realität des Erlebnisses macht den eigentlichen Wert dieser Bilder aus. Sie charakterisieren einen gefundenen Weg, auf dem sich zunehmend eine Handschrift etabliert. Die beiden Hauptbilder der Ausstellung tragen Ateliercharakter, sind studio prints, das heißt, aus fünf mal neun A4-Ausdrucken zu einem Gesamtbild zusammengesetzt. Sie können jederzeit als Druck auf Folie oder Acrylglas realisiert werden. Auch die kleineren Formate, die durchaus neben den beiden Großformaten bestehen, werden je nach Wunsch vergrößert.

Der Begriff der "digitalen Kunst" ist erst seit den 1990er Jahren international gebräuchlich. "Die frühe elektronische Kunst macht uns heute deutlich, dass die Computerkunst keinem einzelnen Medium oder Arbeitsprozess zugeordnet werden kann". (Loop Dundee). Die meisten Künstler kamen von anderen künstlerischen Ausdrucksformen, waren Komponisten, Bildhauer, Maler, Installationskünstler. Entscheidend für die Beurteilung dieser Kunst sind nicht die "technischen Konditionen" (L.D.) sondern die Art der Realisierung einer Idee und ihre ästhetische Bewältigung.

Anna Kasten liebt elektronische Musik, arrangiert und produziert eigene Kompositionen zusammen mit dem Gitarristen Lars Kruse (zur Ausstellung erschien nicht nur ein gut gestalteter Katalog, sondern auch eine CD mit psychedelischer Musik von beiden). Beim Arbeiten fließen Hör-Impulse in die eigene Arbeit ein. Sie schlagen sich als Klang von Farbe und Form im Bild nieder. Der Eingangs erwähnte, durch die eigene Bewegung in der Natur gewonnene Raumeindruck mischt sich so mit sphärischen Klängen eigener und fremder Musik im virtuellen Raum des Computers zu einer Art "Innenraum". Dieser vorgestellte Raum wird zweidimensional auf die Fläche projiziert und wandelt sich zu etwas sehr Subjektivem: Fließende, weite Landschaften mit großer räumlicher Tiefe.

Die Arbeiten von Anna Kasten tragen eine besondere Sinnlichkeit in sich, haben aber auch etwas futuristisches, wie "Nocturne" mit einer an UFOs erinnernden Formgebung. Bei "Squeal Point" (Begegnung) treffen wie im Augenblick verschiedene Bildelemente aufeinander. "Journey to the rim" (Reise an den Rand) wirkt wie ein Fjord mit seinen eisbedeckten, hohen Bergen und Lichtspiegelungen. Ihr liebstes Bild "Floating on Waves (Auf Wellen schwimmen) vollzieht eine heftige Bewegung in der Diagonale des Bildes, wo sich Schwingungen rhythmisch wiederholen und die sich ausbreitende Farbe Gelb wie ein Leitmotiv erklingt.

iBis 6. Mai. Galerie am Damm, Körnerplatz 10; Kontakt: 0351/2 67 92 18; www.galerie-am-damm.de geöffnet: Di bis Fr 14-19 Uhr, Sa 11-14 Uhr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.04.2014

Heinz Weißflog

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