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Publikum von neuer Inszenierung an der Semperoper Dresden begeistert

Publikum von neuer Inszenierung an der Semperoper Dresden begeistert

Die Semperoper in Dresden feiert mit ihren Zwischenspielen weiter Erfolge. Am Sonntagvormittag wurde die Serie mit einem „doppelten Intermezzo“ fortgesetzt. Dabei kombinierte Regisseur Axel Köhler das Stück „Dorina e Nibbio“ von Domenico Sarro aus dem Jahr 1724 mit einer zeitgenössischen Komposition der 1963 geborenen Italienerin Lucia Ronchetti.

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Gala el Hadidi (Dorina) und Pavol Kuban (Nibbio) in der Inszenierung „Dorina e Nibbio“, das am Wochenende in der Semperoper Premiere feierte.

Quelle: Matthias Creutziger

Deren „Contrascena“ - ein A-Capella-Gesang für fünf Akteure - kam als Uraufführung auf die Bühne und verband die beiden Hälften des barocken Zwischenspiels. Dem Publikum gefiel die Idee, auch für den modernen Teil gab es Szenenapplaus. Die musikalische Leitung hatte Felice Venanzoni, die Musiker stammten aus dem Händelfestspielorchester Halle.

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Pavol Kuban (Nibbio) und Gala el Hadidi (Dorina).

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Sarro hatte „Dorina e Nibbio“ als Zwischenspiel für seine Oper „La Didone abbandonata“ komponiert. Solche Intermezzi waren damals zur Unterhaltung an den abendfüllenden Opernabenden gedacht. Venanzoni erinnerte im Programmheft an die Zeit, als sich die Vorstellungen bis zu acht Stunden hinzogen. „Ein Großteil des Theatererlebnisses spielte sich nicht etwa auf der Bühne, sondern im Foyer ab. Dort wurde getrunken, geraucht, gespielt.“ Nur bei den entscheidenden Arien der Kastraten oder Primadonnen habe man die Loge betreten. Dabei kam dem Intermezzo als Pausenfüller eine wichtige Rolle zu. Nicht selten nahm sich die Branche dabei selbst auf die Schippe.

Im Fall von „Dorina e Nibbio“ ist es eine Primadonna, die mit einem zwielichtigen Impresario eine Gage für ein Gastspiel auf den Kanaren aushandelt. „Singen Sie schön, der Rest ist egal“, lockt der musikalische Verführer Nibbio (Pavol Kubán). Diva Dorina (Gala El Hadidi) muss den allzu zudringlichen Nibbio schließlich mit roher Gewalt aus dem Verkehr ziehen. Im Mittelteil verzweifelt Librettist Pietro Metastasio (Roland Schubert) an den Tücken seiner Zunft. Seine Gesangspartner verkörpern die Gedanken des Künstlers, der keine Kunstfigur ist: Metastasio schrieb das Libretto für „Dorina e Nibbio“ und lieferte auch die Vorlage für Mozarts Oper „La clemenza di Tito“.

Die Renaissance der Intermezzi in Dresden ist der im Sommer gestorbenen Semperoper-Intendantin Ulrike Hessler zu verdanken. In den beiden vergangenen Spielzeiten wurden „La Dirindina“ von Giovanni Battista Martini und Johann Adolf Hasses „Il tutore“ inszeniert. Das neue Stück läuft als Koproduktion mit der Oper Halle, deren Intendant Regisseur Köhler ist. Lucia Ronchetti soll im Auftrag der Semperoper noch zwei weitere Zwischenspiele komponieren.

Jörg Schurig, dpa

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