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Psychedelic Rock aus Dresden in die Welt - The Roaring 420s feiern Record Release und gehen danach auf Tour

Psychedelic Rock aus Dresden in die Welt - The Roaring 420s feiern Record Release und gehen danach auf Tour

Sie könnte direkt aus dem Kalifornien der 1960er Jahre stammen, die Musik, die die Dresdner Band The Roaring 420s auf ihr Erstlings-Studioalbum "What is Psych?" gebannt hat.

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Martin, Flo, Lulu und Berk spielen genau so, wie es das Bild vermuten lässt.

Quelle: PR

Der Sound hat alles, was das Herz eingefleischter Psychedelic Rock-Fans erfreut: ellenlange Instrumentalimprovisationen, flatternde Gitarren, sphärisch eingehauchte Background-Gesänge von Schlagzeugerin Lulu und Bassist Martin, eine elektrische Sitar wie einst auf "Rubber Soul", gespielt von Frontmann Flo. Der brilliert wiederum auch an der E-Gitarre und der Hammond-Orgel, singt notorisch gelangweilt vor sich hin und trifft damit genau den Nerv der Szene. Diese wiederum scheint gerade wieder in Mode zu kommen und das auch in Dresden. "Unser Albumtitel ist auch eine Anspielung darauf, dass psychedelic irgendwie zum Modewort geworden ist", erklärt der 31-jährige Leadsänger. Psychedelische Musik hat eigentlich viele Gestalten - es geht ja gerade um das Vermeiden von festen Formen und Konventionen in Anlehnung an die in den 1960ern populären Experimente zur Erweiterung des Selbst mittels LSD. Viele Puristen stören sich daran, The Roaring 420s nicht. "Unsere Musik soll Spaß machen", sagt Flo.

Das erste Album, das es ab morgen beim Label Stoned Karma und in gut sortierten Plattenläden zu erwerben gibt, könnte ein großer Schritt in Richtung Erfolg sein. Aufgenommen und abgemischt haben die vier das Werk selbst.

Gefunden hat sich die Band 2010 bei einer Lesung in der Blauen Fabrik. Schlagzeugerin Lulu störte mit ausuferndem Getrommel in ihrem Proberaum die literarische Veranstaltung im Nebenraum. Auf der Suche nach der Lärmquelle trafen Flo und Martin, der den Bass bedient, auf die grazile, blonde Schlagzeugerin. Schnell stellte sich die gegenseitige Liebe für The Velvet Underground heraus und die Lust auf Musik. "Ah, cool, dann lass uns das mal ausprobieren", sagte einer - und dann ging's los. Ausprobiert wurde dann auch die elektrische Sitar von Flo, der das Instrument erst noch spielen lernen musste, und der Gesang von Lulu. Nach mehreren Besetzungswechseln gehört nun auch Gitarrist Berk zum Dauerteam.

Zum Record Release-Konzert am Sonnabend im Ostpol wird es auch was für die Augen geben. Die typische Begleiterscheinung des Psychedelic Rock - eine aufwendige Lichtshow - wird von den Freunden des "Optical Sound" realisiert. Den Opener geben Sir Robin & The Longbowmen. Der Abend trägt die Überschrift "A Sixties Psychedelic Happening", für die Aftershow-Party ist auch gesorgt.

Am 2. September sind The Roaring 420s übrigens noch in Hellerau beim Dienstagssalon mit Max Rademann zu Gast. "Hellerau wird für uns mal ein ganz anderes Publikum als sonst in den Clubs, in denen wir spielen. Wird sicher lustig", mutmaßt Flo. Danach gehen die vier mit The Blank Tapes aus Kalifornien - in Hauptperson Matt Adams - auf Tour durch Deutschland, die Niederlande, Frankreich und weitere Länder. Es wird die bisher längste Tour der Dresdner, erwartet mit viel Spannung, aber auch Respekt vor der Anstrengung. "Man ist jeden Tag in einer anderen Stadt. Obwohl die Clubs von innen alle gleich aussehen. Verklebter Boden und so", scherzt Flo.

The Roaring 420s: Record Release am Sonnabend 21 Uhr im Ostpol

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2014

Franziska Schmieder

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