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Protest auch aus Dresden

Chefin des Lindenau-Museums soll aus dem Amt scheiden Protest auch aus Dresden

Die geplante Ablösung von Julia M. Nauhaus an der Spitze des Lindenau-Museums im thüringischen Altenburg stößt auf Widerstand. Aus Protest erklärten gestern fünf Mitglieder des Kuratoriums für den Gerhard-Altenbourg-Preis ihren Rücktritt. Dazu zählen die Direktorin des Dresdner Albertinums.

Dresden. Die geplante Ablösung von Julia M. Nauhaus an der Spitze des Lindenau-Museums im thüringischen Altenburg stößt auf Widerstand. Aus Protest erklärten gestern fünf Mitglieder des Kuratoriums für den Gerhard-Altenbourg-Preis ihren Rücktritt. Dazu zählen die Direktorin des Dresdner Albertinums, Hilke Wagner, und der Leiter des Ernst-Barlach-Hauses in Hamburg, Karsten Müller. "Mit der Nichtverlängerung des Vertrages von Dr. Julia M. Nauhaus haben Sie eine weitere Entscheidung getroffen, die aus unserer Sicht das Haus und den Preis zurückzuwerfen droht", schrieben sie in einem Brief an Landrätin Michaele Sojka (Linke). Sojka hatte zuvor in einer zwölf Zeilen langen Mitteilung erklärt, dass der Vertrag nach vier Jahren Ende Juni auslaufe und ein Nachfolger gesucht werde. Der Landkreis ist Träger des Museums. Zu den Hintergründen wurden keine Angaben gemacht. Auch Nauhaus wollte sich auf Anfrage nicht äußern.

Heiß ging es offensichtlich in der letzten Kuratoriumssitzung zur Vergabe des Altenbourg-Preises her. Er wird seit 1998 alle zwei Jahre vergeben und ist mit 10000 Euro dotiert - zu den Preisträgern gehören Künstler wie Cy Twombly, Micha Ullman und Olaf Holzapfel. Offenbar stieß Landrätin Sojka dort mit ihrem Ansinnen, die Auszeichnung nur noch alle drei Jahre auszuloben, auf Kritik.

Nauhaus hatte wegen erheblichen Sanierungsbedarfs am Museum Alarm geschlagen. Zugleich wurde in ihrer Zeit mit der Aufarbeitung des Nachlasses des Malers und Grafikers Gerhard Altenbourg (1926-1989) begonnen. Dazu wurden den Angaben nach bereits mehr als 3000 Werke in einer Datenbank erfasst.

Bekannt ist das Lindenau-Museum für seine Sammlung frühitalienischer Tafelbilder, von denen einige derzeit in Vaduz (Liechtenstein) zu sehen sind. Zudem beherbergt es nach eigenen Angaben den weltweit größten Werkbestand von Altenbourg, einen Fundus antiker Keramik sowie eine Sammlung zu Malerei des 20. und 21. Jahrhunderts mit Werken von Künstlern wie Conrad Felixmüller und Otto Dix. Die Besucherzahl des abgelegen von Touristenströmen gelegenen Hauses blieb allerdings unter der Marke von 20000 im Jahr.

DNN

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