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Preisgekröntes Blasorchester Großerkmannsdorf mit böhmischem Repertoire

Preisgekröntes Blasorchester Großerkmannsdorf mit böhmischem Repertoire

Traditionelle Blasmusik scheint hierzulande, anders als in Bayern, aus der Mode gekommen zu sein. Hiesige Blaskapellen versuchen zunehmend, mit Bigband-Klängen und Arrangements von Popmusikmedleys zu punkten.

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Egal ob Biergarten oder Volksfest - Das preisgekrönte Großerkmannsdorfer Blasorchester fühlt sich dort wohl, wo gefeiert und getrunken wird.

Quelle: Andreas Weihs

Das Großerkmannsdorfer Blasorchester setzt dagegen recht konsequent auf ein Repertoire, das vor allem aus den klassischen Stücken der vier wichtigsten böhmischen Traditionsmusikkomponisten Frantisek Kmoch, Karel Vacek, Jaromir Vejvoda und Josef Poncar besteht. Auch Oberkrainer-Klänge der Slavko-Avsenik-Truppe, mährische Volksmusikadaptionen der weltweit anerkannten "Moravanka"-Kapelle und ein Medley der "Original Egerländer" passen gut in das Klangbild des Orchesters aus dem inzwischen nach Radeberg eingemeindeten Ort.

Ebenso wie bei den letztgenannten Vorbild-Klangkörpern spielen bei den Großerkmannsdorfern einige Musiker aus großen Dresdner Klassikklangkörpern mit. Nicht nur denen sind die Preise, die das Orchester in den vergangenen Jahren erringen konnte, zu verdanken. Als man vor einiger Zeit einen Wettbewerb "Krone der Blasmusik" ins Leben rief, konnte der Musikverein die Fachjury recht deutlich überzeugen und verteidigte den Titel im Folgejahr. Zum dritten Wettbewerb verzichteten die Großerkmannsdorfer auf eine Teilnahme am Ausscheid, wurden aber gebeten, ein Konzert im Rahmenprogramm zu spielen. Den Verein gibt es seit 1961. Neun Dirigenten standen bisher am Pult, und vor allem dem 2004 verstorbenen Hans Schumann ist es zu verdanken, dass man heute aus dem großen Fundus traditioneller Polka-, Walzer-und Marschklänge schöpfen kann. Neben intensiver Arbeit als Arrangeur schrieb der ehemalige Soloklarinettist des Orchesters der Landesbühnen Sachsen auch einige Stücke im sehr authentischen böhmischen Stil

Heute leitet Christian Wagner die Kapelle musikalisch. Der ehemalige Leiter des Musikkorps der Luftstreitkräfte Kamenz absolviert eine sehr intensive wöchentliche Probenarbeit mit der Kapelle, die wie wohl alle Blasorchester Sachsens an Nachwuchsmusikern stets interessiert ist. Mit mehr als 20 Auftritten im Jahr ist das Blasorchester gut gebucht. Je nach Auftrittsort wird auch Swing und Dixieland zwischen die klassische Blasmusik gemischt. Aber "Melniker Polka", "Koline, Koline", "Rosamunde", "Staroceska Muzika", "Andulko Safarova" sind Stücke, die gerade in die Biergärten passen, in denen das Großerkmannsdorfer Blasorchester häufig und gern spielt. So wieder am 31. August ab 15 Uhr in Dresden bei Watzke am Goldenen Reiter.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.08.2014

Wolfgang Hornoff

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