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Polska jest cool - Kultur pur zu den 3. deutsch-polnischen Tagen in Dresden

Polska jest cool - Kultur pur zu den 3. deutsch-polnischen Tagen in Dresden

Traditionsbewusste Polen, an solchen fehlt es im Nachbarland nicht, würden "Polska jest fajna" sagen, jüngere Polen hingegen "Polska jest cool" den verbalen Vorzug geben.

Sie meinen das Gleiche. Dass Polen in der Tat "cool" ist, davon konnten sich viele Westeuropäer bei der Fußball-Europameisterschaft im vergangenen Sommer überzeugen, die vorher noch nie einen Fuß auf die Erde östlich von Oder und Neiße gesetzt haben. Nicht zuletzt das Klischee von der "polnischen Wirtschaft" ist so was von überholt (und gerade aus einem Land wie Deutschland, wo kaum ein Projekt, ob nun Brücke, Flughafen oder Philharmonie, fristgerecht fertig wird, auch mehr als unangebracht).

Was Europa bei der Euro 2012 sah, darüber diskutieren am 21.9., 18 Uhr, im Stadtmuseum die freiberufliche Journalistin Katrin Schröder und Reinhold Vetter, der Korrespondent in Warschau ist. Die Diskussionsrunde ist nur eine von 15 Veranstaltungen, die sich im Angebot der 3. Polnischen Kulturtage in Dresden finden, die einen Querschnitt dessen präsentieren wollen, was die aktuelle polnische Kultur zu bieten hat, aber auch eine Möglichkeit sind, die Kultur der Nachbarn zumindest ein Stück weit zu entdecken.

Förderer des Festivals sind u.a. die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, die Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit und das Amt für Kultur und Denkmalschutz der Landeshauptstadt Dresden. Größtenteils organisiert hat das Festival Joanna Magacz, die Leiterin des Kraszewski-Museums. Neben Konzerten und Lesungen werden im Thalia und im Programmkino Ost wieder aktuelle Filme aus Polen zu sehen sein - diesmal widmen sich die Streifen dem Thema "Jugend" in all seinen Facetten. Die feierliche Eröffnung des Festivals erfolgt am 19.9., 19 Uhr, im Kulturrathaus mit einem Konzert des Akkordeonvirtuosen Marcin Wyrostek, der zusammen mit dem Tango Corazon Quintet den argentinischen Tango mit der folkloristischen Musik des Balkans zusammentreffen lässt.

Das Quintett Miskiewicz/Majewski wird am 22.9., 20.30 Uhr, im Jazzclub Tonne in die reiche Welt des polnischen Jazz entführen. Auch gesellschaftlich relevante Themen wie die Rolle der Kirche in Polen werden thematisiert und erörtert. (20.9., 20 Uhr, Kraszewski-Museum). Leute mit Sinn für Humor sollten auf keinen Fall die Show "Expedition zu den Polen - eine Reise mit dem Berlin-Warszawa Express" am 21.9., 20 Uhr, im Stadtmuseum verpassen, dargeboten durch den vielleicht beliebtesten Deutschen in Polen, Steffen Möller, der für sein Wirken um die deutsch-polnische Verständigung sogar das Bundesverdienstkreuz erhielt.

C. Ruf

20. September, 18.30 Uhr, Kraszewski-Museum: Diskussionsrunde und Buchpräsentation: "Polens eigensinniger Held - Wie Lech Walesa die Kommunisten überlistete.

20. September, 20 Uhr, Projekttheater: Was ist Solidarität? Und sind "Solidarität" und "Solidarnosc" dasselbe? Unter dieser Fragestellung erarbeiten deutsche und polnische Jugendliche gemeinsam zwei Theaterstücke, die an diesem Abend zur Aufführung kommen.

23. September, 14.45 Uhr, Semperoper: Rundgang, bei dem man etwas über berühmte polnische Stars erfährt, etwa die Koloratursopranistin Marcelina Sembrich-Kochanska oder den "polnischen Paganini" Karol Lipinski, der zum ersten Geiger unter Richard Wagner in Dresden wurde.

23. September, 18 Uhr, Kraszewski-Museum: Konzert "eMIGRATION" von Anna Nova, das sich zwischen Trip-Hop, Chill-Out, pulsierendem Elektrobass und NuJazz bewegt. Öffentliche Führung "Auf polnischen Spuren in der Semperoper. Künstler aus Polen in Dresden".

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 13.09.2012

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