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Pittiplatsch-Schöpferin Emma-Maria Lange ist tot

Puppenmacherin gestorben Pittiplatsch-Schöpferin Emma-Maria Lange ist tot

Emma-Maria Lange, die Schöpferin von Pittiplatsch und Schnatterinchen, ist tot. Die 95-jährige Puppenmacherin starb bereits am 4. Mai in Potsdam an den Folgen eines Schlaganfalls.

Quelle: dpa

Potsdam. Emma-Maria Lange, die Schöpferin von Pittiplatsch und Schnatterinchen, ist tot. Die 95-jährige Puppenmacherin starb bereits am 4. Mai in Potsdam an den Folgen eines Schlaganfalls. Ein Sprecher der Gemeinde Kleinmachnow (Potsdam-Mittelmark), ihrem letzten Wohnort, bestätigte am Mittwoch entsprechende Medienberichte. Die Bildhauerin hatte Schnatterinchen, Pittiplatsch und Herrn Fuchs im Auftrag des Deutschen Fernsehfunks geschaffen - für die DDR-Kindersendungen „Meister Nadelöhr“ und „Sandmännchen“.

Pittiplatsch erschien 1962 das erste Mal auf dem TV-Bildschirm - geführt und gesprochen von Heinz Schröder. Einige Pädagogen waren von dieser etwas frecheren Figur nicht sehr angetan. Sie fürchteten, dass die Kinder von diesem Kobold Dummheiten lernen. Deshalb wurde „Pitti“ nach nur zwei Folgen wieder aus der Sendung genommen.

Emma-Maria Lange. Foto: dpa

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Nach zahlreichen Protesten erschien er aber bald wieder - optisch leicht verändert und etwas weniger frech. Er hält seine Freunde, die Ente Schnatterinchen und den Hund Moppi, seither ordentlich auf Trab. Das „Sandmännchen“ ist eine von wenigen Sendungen aus dem DDR-Fernsehen, die es noch immer gibt - im KiKA, im RBB und im MDR.

Emma-Maria Lange, die den Spitznamen „Puppen-Lange“ trug, war 1921 im württembergischen Wasseralfingen zur Welt gekommen. Sie studierte an der Kunsthochschule in Berlin-Weißensee. 1958 gründete sie eine Puppenmanufaktur. Im hohen Alter schuf sie auch Skulpturen für den öffentlichen Raum - etwa die „Zille-Gören“ für den Dorfplatz im brandenburgischen Stahnsdorf. Mit Bildnissen afrikanischer Frauen hatte sie später schließlich ganz neue Pfade eingeschlagen.

Im Landarbeiterhaus im brandenburgischen Kleinmachnow waren im März in einer Ausstellung Bilder und Skulpturen von Lange zu sehen. Am 17. Mai soll dort ein Kondolenzbuch ausliegen.

dpa

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