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Photograph Michael Vogler stellt in Dresdner „galerie am blauen wunder“ aus

Kreativer Geist Photograph Michael Vogler stellt in Dresdner „galerie am blauen wunder“ aus

Michael Vogler wurde 1946 im Erzgebirge geboren. Er war schon frühzeitig unterwegs. Den Jugendtraum vom Fliegen machte er sich wahr, aber die Untrennbarkeit von der Armee ließ den Traum schon zeitig enden.

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Dresden. Michael Vogler wurde 1946 im Erzgebirge geboren. Er war schon frühzeitig unterwegs. Das Abitur mit Berufsausbildung fand in Quedlinburg statt. Den Jugendtraum vom Fliegen machte er sich wahr, aber die Untrennbarkeit von der Armee ließ den Traum schon zeitig enden. Er brach die Jagdflieger-Ausbildung ab. Es folgten landwirtschaftliche Studien, die aber ohne großes Engagement betrieben wurden. Doch an der Martin-Luther-Universität in Halle lernte er seine spätere Frau, eine angehende Pfarrerin, kennen. So wuchs er mit ihr zusammen in die evangelische Lebenswelt hinein. Während sie ihre erste Pfarrstelle in Zittau ausübte, entdeckte er seine gestalterischen Fähigkeiten als Maltherapeut in Herrnhut, aber auch bei zahlreichen Innenraumgestaltungen im kirchlichen Raum, so zum Beispiel der Diakonie Bautzen oder der neuen Kirche Olbersdorf. Ihre nächste Pfarrstelle war in einem kleinen Dorf bei Schwerin, wo sie den Umsturz erlebten und er kurzzeitig Bürgermeister war, was seinem kreativen Geist aber leicht befremdlich erschien. Als er begann, intensiv photographisch zu arbeiten, waren sie schon in Neschwitz bei Bautzen. Der tschechische Photograph Jozef Sudek, die ungarisch-argentinische Photographin Inge Morath und der sächsische Hofphotograph Donatini sind ihm wichtig. Mit der Nestorin der sächsischen Photographie, mit Evelyn Richter, ist er befreundet. Seit etwa 1996 hatte er zahlreiche Ausstellungen im lokalen Raum, dabei so denkwürdige wie in den Orangerien von Großsedlitz und dem Scharoun-Haus Löbau. Nach ihrem Renteneintritt sind sie beide nach Dresden an die Elbe gezogen, wo ihre Tochter Kunst studiert hat. Friedrich Schorlemmer resümiert einmal anlässlich eines Textes zu dem Photographen: „... Diese Fotografien Michael Voglers machen Hoffnung. ...“ 2009 blitzt aus dem „Zauberwald“ eine romantische Ader und 2014 erinnert der „Schienenschnitt“ bei Krakau an Auschwitz. Auf die Krähe über der Dresdner Synagoge hat er wirklich gewartet, sie ist nicht elektronisch ins Bild montiert. Wie Tanja Böhme vom Bautzner Kunstverein bemerkte, „verfolgt er lange ein Thema“, woraus „meist als Serien organisierte Arbeiten“ entstehen. Solche Serien wie der stark abstrahierte „ICE“ oder das „Kraftwerk Schwarze Pumpe“, aber auch die „Sächsische Crete“, eine Adaption der Toscana bei Nossen, beherrschen Michael Voglers Photographien. Wie aus Details des fahrenden Zuges abstrakte Kompositionen entstehen, die in nichts mehr an einen Zug erinnern, ist faszinierend. Etwas in die Ecke gedrängt der Übergang von Natur zu Stahl, das „Blaue Wunder“ in der galerie am blauen wunder.

Die Ausstellung auf der Pillnitzer Landstraße 2 ist bis zum 26 März Donnerstag bis Sonnabend 14 bis 18 Uhr geöffnet.

Von Gunter Ziller

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