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Philharmonie im Dilemma: Interims-Ticketzentrale wird erst im März 2012 fertig

Philharmonie im Dilemma: Interims-Ticketzentrale wird erst im März 2012 fertig

Philharmonie, Musikfestspiele und Stiftung Frauenkirche stecken plötzlich in einem Dilemma. Eigentlich sollte noch im Sommer die neue gemeinsame Vorverkaufsstelle auf der Weißen Gasse 8 bezogen werden.

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So wirbt die Philharmonie im neuen Programm. Doch die Weiße Gasse 8 wird erst im März 2012 fertig.

Parallel dazu schließt die Ticketzentrale im Kulturpalast. Doch jetzt teilte die Stadtverwaltung den Beteiligten überraschend mit: Der Interimsstandort für die Ticketzentrale wird erst im März nächsten Jahres fällig.

Ein Schildbürgerstreich? Wie konnte das passieren? Von Seiten der Stadt gab es dazu gestern keine Antwort. Der zuständige Projektverantwortliche in der Kulturverwaltung sei erst am heutigen Donnerstag erreichbar, hieß es. Der Geschäftsbereich von Finanzbürgermeister Hartmut Vorjohann (CDU) habe die Kulturverwaltung "ins offene Messer laufen lassen", munkelte man auf den Rathausfluren. Offenbar hat die Verwaltung "vergessen", einen Bauantrag zu stellen und die Räumlichkeiten in der Weißen Gasse 8 rechtzeitig zu renovieren.

Philharmonie-Pressesprecherin Chava Völsch nahm es mit Galgenhumor: "Das ist wie eine Zugfahrt ohne Bahnhof. Da kann niemand zusteigen." Sprich: Stell Dir vor, Du hast ein tolles Programm für die neue Spielzeit, aber leider keinen Ort, wo man die Karten kaufen kann. Ganz so schlimm ist es zwar (noch) nicht. Doch Völsch zeigt sich schon verwundert ob dieses Verwaltungsgebarens. Der Philharmonie sei aber versichert worden, die Verwaltung arbeite fieberhaft an einer sauberen Lösung. "Wir wollen keine weitere Interimsstätte vor der Interimsstätte", so Völsch. Am liebsten wäre es der Philharmonie, dass die Ticketzentrale im Kulturpalast bis März nächsten Jahres offen bleibt. Dort gibt es ab sofort (noch) Tickets für die neue Spielzeit.

"Wir fühlen uns von der Verwaltung getäuscht", schimpfte Christiane Filius-Jehne (Grüne). Im Stadtrat sei ein Linke-Antrag auf Nutzung des Kulturpalastes bis Ende des Jahres abgewiesen worden, weil die Umzugspläne schon zu weit gediehen seien. Filius-Jehne forderte Kulturbürgermeister Ralf Lunau (parteilos) auf, umgehend eine Lösung auf den Tisch zu legen. Die ungeklärte Situation sei unzumutbar. Ralf Redemund

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.05.2012

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