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"Philalethes 2013": Schloss Weesenstein wird Schauplatz einer vierteiligen Kooperation mit der Yenidze Dresden

"Philalethes 2013": Schloss Weesenstein wird Schauplatz einer vierteiligen Kooperation mit der Yenidze Dresden

24.3.: Rupert Neudeck, Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e.V. 28.7. Werner Daum, Botschafter a.D. 24.3., 27.10., 24.11.: "Vom dicken Ende.

Reihe "Quo vadis Erde" (Beginn jeweils 11 Uhr):

20.1.: Andreas Huber, Club of Rome

24.3.: Rupert Neudeck, Cap Anamur/Deutsche Not-Ärzte e.V.

26.5.: Wolfgang Lucht, Institut für Klimaforschung Potsdam

28.7. Werner Daum, Botschafter a.D.

29.9.: Johannes Wallacher, Hochschule für Philosophie München

24.11.: Hans Joachim Maaz, Psychotherapeut

Reihe "Johanns Erben" (11 Uhr):

24.2.: Friedrich Scholemmer und Klaus Bochmann lesen Dante

28.4.: Ingo Schulze

30.6.: Eva Hesse

1.9.: Lutz Hübner

27.10.: Uwe Tellkamp

8.12.: Nora Gomringer und Günter Baby Sommer

Reihe "Schloss/Märchen" (15.30 Uhr):

17.2.: Reise um die Welt - auf nach Indien

24.3., 27.10., 24.11.: "Vom dicken Ende..."

28.4., 30.6., 29.9.: "Was Vater tut, ist immer richtig"

26.5.: Reise um die Welt - auf nach China

28. 7.: Reise um die Welt - auf nach Indonesien"

Musikalischer Nachtgang (20 Uhr):

6.4., 4.5., 1.6., 6.7., 7.9., 5.10.

www.1001maerchen.de/html/weesenstein_2013.html

Premiere war im Vorjahr. Die damalige Zusammenarbeit des Schlosses Weesenstein und der 1001 Märchen GmbH in der Yenidze Dresden stand unter einem guten Stern. Zur Vortragsreihe "Wahrheit und Macht", den mehrteiligen Einführungen zu Dantes "Göttlicher Komödie" und den musikalischen Nachtgängen kamen mehr als 1200 Besucher. Nicht der einzige, aber sicher nicht der schlechteste Grund, die Kooperation noch auszubauen.

Rainer Petrovsky, Geschäftsführer der 1001 Märchen GmbH, setzt dabei gemeinsam mit "Schlossherrin" Andrea Dietrich bewusst neue Akzente. So findet sich im Programm von "Philalethes 2013", wie die Zusammenarbeit betitelt ist, die neue Reihe "Quo vadis Erde". Es sei die Gefahr des drohenden Klimakollapses gewesen, die ihn bewogen habe, Fragen zur Zukunft zu thematisieren, sagt Petrovsky. "Medien und die Politik tun dafür viel zu wenig, dafür werden wir oft mit Nebensächlichkeiten bombardiert", kritisiert er.

Dem soll auf kleiner Bühne nachgeholfen werden. Den Auftakt macht am 20. Januar Andreas Huber vom Club of Rome. Er versucht sich an einer Prognose, was in den nächsten vierzig Jahren auf uns zu kommt. Auf Huber folgen unter anderen Rupert Neudeck, Gründer von Cap Anamur, der über Krieg, Frieden und weltweite Hilfsaktionen berichtet, und Wolfgang Lucht vom Institut für Klimaforschung Potsdam, der zu Klimawandel und Nachhaltigkeit referiert. Besonders für Luchts Vortrag bildet Weesenstein eine ungewöhnliche, aber passende Kulisse. Denn wer in diesen Tagen am Schloss unterwegs ist, dem dröhnt das laute Rauschen der Müglitz in den Ohren. Es ist eine kleine Erinnerung an das verheerende Hochwasser im August 2002. Eine Naturkatastrophe, die damals schon viele Experten auch mit dem Klimawandel begründeten.

Weitere Themen der sechsteiligen Vortragsreihe sind Menschenrechte, menschengerechtes Wirtschaften und die Beteiligung des Einzelnen an der Entwicklung von Kultur und Gesellschaft. Damit entsteht im Müglitztal ein durchaus hochkarätiger wissenschaftlich-politischer Salon, auf dessen Fortsetzung man schon gespannt sein darf. 2014 mit Jean Ziegler? Abwarten.

Auch auf anderem Feld sind jedenfalls Namen im Spiel, die das Publikum anlocken sollen. Die Reihe "Johanns Erben - Literatur heute" (natürlich angelehnt an den Sachsen-König Johann, der unter dem Pseudonym Philalethes einst die "Göttliche Komödie übersetzte) vereint die Autoren Uwe Tellkamp, Ingo Schulze, Eva Hesse, Lutz Hübner und Nora Gomringer. Dazu kommt ein Doppelauftritt von Friedrich Schorlemmer, der Dante lesen wird, und dem Romanisten Klaus Bochmann. Die Lyrikerin Gomringer hat zudem einen Altmeister an ihrer Seite, der hierzulande keiner speziellen Vorstellung mehr bedarf: Günter Baby Sommer. Alle Vorträge und Lesungen haben Matineecharakter und werden jeweils sonntags um 11 Uhr beginnen.

Petrovsky wäre aber nicht Petrovsky, wenn er zusätzlich zu alldem nicht noch Märchen im programmatischen Gepäck hätte. In neun Nachmittagsprogrammen will er vor allem Familien und Kinder ins Schloss locken, "eine Zielgruppe, die zu uns in die Yenidze ja automatisch kommt".

Andrea Dietrich unterstreicht noch einmal das gemeinsame Anliegen, Anspruch zu bieten. "Das Publikum sucht Inhalte", sagt sie. Es klingt wie die bewusste Abkehr von purer Bespaßung. Und Petrovsky betont seinerseits, auf Weesenstein ganz andere thematische Akzente zu setzen. "Es gibt Botschaften, die kann man hier aussenden, aber nicht in der Yenidze."

Eine Wiederholung des Vorjahresauftaktes gibt es dann doch: Der musikalische Nachtgang im Schloss, für den sechs Termine stehen, wird fortgesetzt. Maximal 50 Personen können jeweils daran teilnehmen. Für die Vorträge, Lesungen und Märchennachmittage liegt die Besucherkapazität dagegen höher, bei etwa 170. Torsten Klaus

Tickets (auch Sammelkarten) bei 1001 Märchen, Tel. 0351-4951001, yenidze@1001maerchen.de oder bei Schloss Weesenstein, Tel. 035027-62629, weesenstein@schloesserland-sachsen.de sowie bei eventim und weiteren Vorverkaufsstellen

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.01.2013

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