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Paukenschlag in Dresden: Marion Ackermann wird Museumschefin

Staatliche Kunstsammlungen Dresden Paukenschlag in Dresden: Marion Ackermann wird Museumschefin

Lange hat es nicht gedauert. Kaum hat der bisherige Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) Hartwig Fischer ans British Museum nach London gewechselt, ist seine Nachfolge offenbar schon geregelt. Mit Marion Ackermann, Leiterin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, stünde erstmals eine Frau an der SKD-Spitze.

Sie wäre die erste Frau an der Spitze der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden: Marion Ackermann.

Quelle: dpa

Dresden. Die Leiterin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen, Marion Ackermann, wird neue Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD). Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Mittwoch aus gut informierten Kreisen. Auch die Tageszeitung Die Welt berichtete online über Ackermanns Wechsel nach Dresden. Nordrhein-Westfalens Regierungssprecher Thomas Breustedt wollte die Meldung weder bestätigen noch dementieren. Er kündigte für Donnerstag eine Erklärung an. Sachsen Kunstministerium wollte die Personalie am Mittwoch auf DNN-Anfrage ebenfalls nicht kommentieren.

Ackermann (51) würde in Dresden auf Hartwig Fischer folgen, der seit Anfang April das British Museum in London als Direktor leitet. Die promovierte Kunsthistorikerin Ackermann ist seit 2009 künstlerische Direktorin der landeseigenen Kunstsammlung in Düsseldorf. In Dresden wird sie einen Verbund aus 15 teils weltberühmten Museen und Institutionen übernehmen. Dafür steigt Ackermann vorzeitig aus ihrem Vertrag in Düsseldorf aus, der im November 2014 vorzeitig bis 2023 verlängert worden war.

Ackermann hat ihre Kindheit seit 1967 in der türkischen Hauptstadt Ankara verlebt. Später studierte sie Kunstgeschichte, Germanistik und Geschichte in Göttingen, Kassel, Wien und München. Von 1995 bis 2003 arbeitete sie an der Städtischen Galerie Lenbachhaus in München, danach leitete sie das Kunstmuseum Stuttgart, bevor sie an die Spitze der NRW-Kunstsammlung wechselte.

Sollte sich die Personalie bestätigen, würde erstmals eine Frau die SKD leiten. Im Dresdner Museumsverbund ist die Direktorenriege in jüngster Zeit schon deutlich weiblicher geworden. Im November 2014 begann Hilke Wagner als Direktorin für das Albertinum und die Skulpturensammlung vom 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart ihre Arbeit. Schon im Januar 2014 hatte Tulga Beyerle den Posten an der Spitze des Kunstgewerbemuseums übernommen. Ein Jahr später folgte Nanette Jacomijn Snoep als Direktorin der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen, die Teil der SKD sind. Stephanie Buck schließlich ist seit November 2015 Chefin des Kupferstich-Kabinetts. Einziger männlicher Neuzugang war kürzlich Stephan Koja aus Wien, der die Gemäldegalerie Alte Meister übernommen hat.

Die Nachfolge für Fischer sollte per Findungskommission geklärt werden. Dafür hatte sich Sachsens Kunstministerium eine Frist bis Jahresende gesetzt. Laut Die Welt will Ackermann ihre Stelle in Dresden aber schon am 1. November antreten. Die Kommission habe die Kandidatin einstimmig gekürt, hieß es weiter.

Von Torsten Klaus

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