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Palucca Hochschule gründet Stiftung und enthüllt Skulptur

Palucca Hochschule gründet Stiftung und enthüllt Skulptur

Wie Palucca auf die jüngsten Nachrichten aus der nach ihr benannten Hochschule für Tanz Dresden reagieren würde, ist ja nun beileibe nicht mehr zu erfahren. Aber es lässt sich immerhin erahnen, dass sie die Gründung einer "Palucca Stiftung", verkündet am Freitag von Konrad Hirsch, Vorsitzender des Palucca e.

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Die Schülerinnen Charlotte Berns, Jasmin Aimée Kluge und Paula Hadamietz (v.l.) und die Palucca-Skulptur.

V., für ausgesprochen gut und wichtig erachtet hätte.

Dieser Aufbruch ist möglich geworden durch eine großzügige Dresdnerin, die vor gut fünf Jahrzehnten eine Zeit lang Schülerin von Palucca war, in der Folge aber den Tänzerberuf nicht ausüben konnte.

Ihren ausdrücklichen Wunsch, anonym zu bleiben, muss man natürlich respektieren. Und darf glücklich darüber sein, dass sie, die nicht wie andere einfach so aus der Fülle schöpft, nun mit insgesamt 30 000 Euro quasi das Startkapital für die Stiftung zur Verfügung gestellt hat - "-zur Tanzausbildung talentierter Schülerinnen und Schüler, die auf finanzielle Unterstützung angewiesen sind- " Das könnte als Impuls auch bewirken, dass sich weitere Großzügige dafür entscheiden, der "Palucca Stiftung" Zuwendungen anzuvertrauen. Zumal diese noch erheblich aufgestockt werden muss, damit sich mit den Erträgen vieles ermöglichen lässt.

Es ist ja tatsächlich eine verheißungsvolle Anlage in die Gegenwart und Zukunft des Tanzes. Oder gibt es etwas Wertvolleres zu fördern als den künstlerischen Nachwuchs?

Die zweite Neuigkeit aus der Palucca Hochschule präsentierte sich an diesem Freitag auf grüner Wiese zunächst noch recht geheimnisvoll und in schönster Verhüllung. Da konnte man ausgiebig darüber rätseln, wie sich das verborgene Kunstwerk letztlich zeigen, auf welche Weise uns "Die Große Palucca" erscheinen würde. Doch die Gestalt hat sich ganz offensichtlich zunächst gegen das Enthüllen gewehrt, wollte partout nicht vom Tuche lassen, welches ihr eine gewisse Diskretion verschaffte. Alsbald aber bot sich die Bronzeskulptur der Berliner Bildhauerin Emerita Pansowová - das Werk wird der Hochschule von der Kunststiftung Poll als befristete Leihgabe zur Verfügung gestellt - ganz und gar in aller Blöße.

Dann war es leider auch mit dem Geheimnis vorbei, der Vorstellung, dass die sympathische Bildhauerin etwas von Paluccas Wesen eingefangen haben könnte, das sie doch offenbar sehr beeindruckt hat. Ein äußerst schwieriges Unterfangen, an dem schon mancher gescheitert ist. Und anderen ist es wiederum gelungen, beispielsweise Georg Kolbe.

Immerhin, mit dieser Leihgabe, die nun im Freigelände ein auch von der Straße aus einsehbares lauschiges Domizil gefunden hat, beweist sich der Campus der Palucca Hochschule für Tanz durchaus als ein möglicher Ort für einen Skulpturenpark. Da muss nicht zwangsläufig alles auf Palucca hindeuten, vielleicht aber auf Bewegung. Es wäre ja auch möglich, wie Konrad Hirsch am Rande der Enthüllungsszenerie anregte, dass ein spezielles Bildhauersymposium auf dem Campus stattfindet. Mit dem Anspruch, vor Ort unterschiedlichste Werke zu schaffen, die im weitesten Sinne der Bewegung Ausdruck geben. Das wäre garantiert im Sinne von Palucca.

Bekanntlich hat sie ihre Schüler stets dazu ermuntert, sich mit bildkünstlerischen Werken zu befassen, regte sie zum Besuch der Kunstsammlungen, zum Nachdenken über Kunst an.

Dafür gibt es in den Archiven zahlreiche Zeugnisse und Aufzeichnungen. Solch ein Skulpturenpark, wie er in Dresden und Umgebung bereits an diversen Orten realisiert wurde, könnte überhaupt zur Auseinandersetzung mit Tanz und Skulptur beitragen. Was ja nun wahrlich ein spannendes Thema ist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 26.05.2012

Gabriele Gorgas

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