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Palitzschmuseum in Dresden-Prohlis wird attraktiver - Planetarium fast fertig

Palitzschmuseum in Dresden-Prohlis wird attraktiver - Planetarium fast fertig

Das Heimat- und Palitzsch-Museum Prohlis wird in diesem Jahr seine Dauerausstellung komplettieren und ein rund 14000 Euro teures Digital-Planetarium einbauen.

Das kündigte Museums-Chef Peter Neukirch an.

Bereits realisiert hat das städtische Museum einen ersten Expositionsteil, der sich mit der Geschichte von Prohlis ab der Steinzeit über das mittelalterliche Dorf und das Plattenbauviertel bis in die Gegenwart beschäftigt. Bisher nur provisorisch eingerichtet sind die Ausstellungssegmente über das Leben des Bauerastronomen Johann Georg Palitzsch (11. Juni 1723 bis 21. Februar 1788).

Dies soll sich nun mit einem Investitionsaufwand von rund 30000 Euro ändern. So wollen Neukirch und seine Helfer ein Digitalplanetarium ins Dachgeschoss des Palitzschhofes einbauen. Mithilfe der Astro-Software "Stellarium" und digitaler Projektionstechnik wird dort in einer neuen Kuppel der Sternenhimmel über Dresden in ferner Vergangenheit und Zukunft wie auch in der Gegenwart zu sehen sein. Eine weitere Attraktion dürfte ein Modell des Sonnensystems sein: Als in Farbsprüh-Technik verzierte leuchtende Glaskugeln schweben dann die Planeten unter der alten Balkendecke - eine faustgroße Murmel repräsentiert beispielsweise die Erde, eine metergroße Kugel den Jupiter.

Ein Unendlichkeitsgetriebe soll den Bogen zur Palitzsch-Ausstellung spannen. Dabei handelt es sich um eine kunstvolle Anordnung von Zahnrädern, dessen oberstes sich einmal in 50 Sekunden dreht, das unterste nur einmal alle 15 Milliarden Jahre - theoretisch zumindest, denn in der Praxis hat unsere Sonne bis dahin längst ihr strahlendes Leben ausgehaucht. Schon im März ist eine Sonderausstellung "Sterne über Dresden" vorgesehen. Sie wird Durchscheinfotos vom Orionnebel, von Supernova-Resten und anderen kosmischen Motiven präsentieren, die ein Dresdner Astrofotograf geschossen hat.

Das Palitzschmuseum entstand ab Anfang der 1980er Jahre im letzten verbliebenen Bauernhof des alten Dorfes Prohlis. Ausstellungen und Veranstaltungen gab es zunächst nur sporadisch. Seit einigen Jahren entsteht aber eine Dauerausstellung, die einen kontinuierlichen Museumsbetrieb ermöglicht. Und das neue Konzept kommt an: 2012 stieg die Besucherzahl um 60 Prozent auf rund 2400 Gäste, wie Neukirch mitteilte. Einen weiteren Schub erwartet er, wenn in den nächsten Jahren der unsanierte Hofflügel gegenüber zu einem Stadtteilhaus für Prohlis ausgebaut wird.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.02.2013

Weckbrodt, Heiko

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