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Otto Dix-Meisterwerk kehrt nach Dresden zurück

Otto Dix-Meisterwerk kehrt nach Dresden zurück

Mit der Losnummer sieben sollte gestern in der Villa Grisebach in Berlin Otto Dix' Gemälde "Sonnenaufgang" versteigert werden (DNN berichteten). Dazu kam es nicht.

"Schuld" daran ist die Städtische Galerie Dresden. Ihr gelang es nämlich dank großzügiger Unterstützung durch vier namhafte Stiftungen, dieses Schlüsselgemälde aus dem Frühwerk eines der wichtigsten deutschen Künstler des 20. Jahrhunderts für ihre Sammlung zurück zu erwerben.

"Dies ist eine Sternstunde für mich als Museumsdirektor. Dass sich innerhalb so kurzer Zeit die vier großen engagierte Stiftungen zusammenschlossen, um den Erwerb dieser für Dresden historisch einmaligen Arbeit von Dix zu ermöglichen, ist ein großes Glück", so Dr. Gisbert Porstmann, Direktor der Museen der Stadt Dresden. Die vier Stiftungen sind die Ernst von Siemens Kunststiftung, die Kulturstiftung der Länder, die Hermann Reemtsma Stiftung mit Sitz in Hamburg sowie die in Bielefeld ansässige Rudolf-August Oetker-Stiftung für Kunst, Kultur, Wissenschaft und Denkmalpflege.

Der "Sonnenaufgang" war das Highlight auf der Herbstauktion der Villa Grisebach - und wurde nach "harten Verhandlungen" mit den Chef von Grisebach, die Porstmann gemeinsam mit Isabel Pfeiffer-Poensgen, der Generalsekretärin der Kulturstiftung der Länder, führte, zurückgezogen, wie der Museumsdirektor gegenüber den DNN erklärte. Porstmann hatte, nachdem er "so um den 6. November herum erfahren hatte", dass das Gemälde zum Kauf angeboten wird, im Vorfeld mit dem Eigentümer gesprochen, der sich einverstanden erklärte mit der Übereinkunft zu diesem für Dresden "aufgrund seiner Historie einmaligen Bild".

Es war ein Zittern bis zuletzt, denn es durfte im Vorfeld nicht bekannt gegeben werden, dass das Dix-Gemälde aus der Auktion herausgenommen wird. Das sei in der 20-jährigen Auktionspraxis und bei mehr als 200 Auktionen bei Grisebach erst das zweite Mal gewesen, hieß es - bei einem Gemälde ähnlicher Provenienz, ebenfalls während der NS-Zeit aus Museumsbesitz als entartet beschlagnahmt. C. Ruf

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.11.2012

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