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Osterschau im Jägerhof - auch ein Floh-Ei ist dabei

Osterschau im Jägerhof - auch ein Floh-Ei ist dabei

Im Volkskunstmuseum im Jägerhof in der Nähe des Goldenen Reiters ist vom 24. März bis zum 15. April wieder eine Osterschau zu sehen. Und bis zum 29. April zeigen die Dresdner Klöppelfrauen zum Teil live ihr Können.

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Sie wollen deutlich machen, dass dabei durchaus nicht nur Sofa-Deckchen wie zu Omas Zeiten, sondern auch moderne "Bilder" entstehen. In der ständigen Ausstellung des kleinen Museums kann man unzählige kunstvoll verzierte Ostereier bestaunen. Insgesamt 45 Volkskünstler werden im Verlauf der Ausstellung zudem vor den Augen der Besucher Ostereier verzieren.

Von Catrin Steinbach

Wissen Sie, was ein Floh-Ei ist? "Das durchlöcherte Ei aus Holz haben sich im 18. Jahrhundert die ungewaschenen Damen wahrscheinlich mit einem Lockmittel in die Tasche gesteckt. Das Ei hat konisch geformte Löcher, da kamen die Flöhe dann aus dem Ei nicht mehr heraus", erzählt Elke Birninger, Mitarbeiterin im Volkskunstmuseum.

Im Internet findet man auch folgende Erklärungen: Die Floh-Eier habe man - mit blutgetränkter Watte gefüllt - unter den Rock gebunden. Eine andere Version besagt, dass die Eier mit einer Flüssigkeit gefüllt waren und unter der Perücke getragen wurden. Auch Eier können also Geschichte(n) erzählen.

Elke Birninger und die neue Kuratorin des Volkskunstmuseums haben für die traditionelle Osterausstellung gemeinsam in verschiedenen Techniken verzierte Eier ausgesucht und mit viel Liebe in die Dauerausstellung integriert. Schöpfen können sie aus dem mittlerweile rund 3000 Stück umfassenden Fundus des Museums.

Dieser wächst jährlich um rund 100 Exemplare, die das Museum geschenkt bekommt. Des Weiteren sind wieder zahlreiche Leihgaben von Volkskünstlern aus ganz Deutschland zu sehen. Vom 24. März bis 15. April verzieren insgesamt 45 Männer und Frauen im Alter zwischen 30 und 80 Jahren vor den Augen der Besucher Eier und geben Auskunft über die jeweils angewandten Techniken. Und derer gibt es viele. Wachsbatik, Wachsbossier-, Kratz oder Ätztechnik etwa. Des Weiteren werden Eier bemalt, zum Beispiel mit Stroh, Blüten oder Federn beklebt, mit Sisal umwickelt, per Fadengrafik verziert, umklöppelt, bestickt oder umstrickt, mit Blaudruck überzogen und so weiter.

"Es ist unfassbar, was man mit Eiern alles machen kann", schwärmt der Museumsdirektor Igor Jenzen. Er kauft sich selbst "jedes Jahr drei bis fünf Stück".

Auch wenn die Osterschau erst beginnt - das Volkskunstmuseum steckt schon in der Vorbereitung für eine neue Ausstellung im Juni. Unter dem Titel "Sächsische Volkstrachten, Hiphop und Nadelstreifen" geht es um das Thema Kleidung. An der Schau wirkt der Künstler und Ereignis-Organisator Holger John mit, kündigt Igor Jenzen gegenüber den DNN an. "Schrill, bunt und lustvoll" soll die Schau werden und auch junge Menschen ins Museum locken.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.03.2012

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