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Orient und Okzident - Moskauer Kreml im Dresdner Schloss

Orient und Okzident - Moskauer Kreml im Dresdner Schloss

Pracht russischer Zaren im Glanz sächsischen Barocks: Für drei Monate beherbergt das Dresdner Residenzschloss ab dem 1. Dezember die Schätze des Moskauer Kreml.

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Für drei Monate beherbergt das Dresdner Residenzschloss ab dem 1. Dezember die Schätze des Moskauer Kreml.

Quelle: dpa

„Orient und Okzident“ präsentiert bis Anfang März 2013 Prunkstücke der bedeutenden Sammlung aus der Herrscherzeit Iwan des Schrecklichen bis Peter des Großen an der Elbe. Die Schau ist die russische Antwort auf ein Gastspiel des Grünen Gewölbes 2006 im Moskauer Kreml.

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Für drei Monate beherbergt das Dresdner Residenzschloss ab dem 1. Dezember die Schätze des Moskauer Kreml.

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„Die Museen des Kreml haben seit langem das Bedürfnis sich zu revanchieren“, sagte der Direktor von Grünem Gewölbe und Rüstkammer, Dirk Syndram. „Es war nie die Frage, ob wir uns finanziell engagieren, sondern als wir dort waren, mussten wir uns fast der Avancen erwehren“, erinnert sich Syndram. Die Bereitschaft, eine sehr große Zahl hochkarätiger Leihgaben nach Dresden zu senden, sei ganz außergewöhnlich gewesen.

Zu den rund 140 Meisterwerken aus Moskau gehören europäisches Silber, Prunkgewänder und Textilien des 16./17. Jahrhunderts, kostbare Preziosen, Gefäße sowie Arbeiten türkischer und persischer Waffenschmiede und Rüstungen der Zaren. Ergänzt werden sie durch 23 Leihgaben der Staatlichen Kunstsammlungen und der Sächsischen Landesbibliothek Dresden sowie der Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel.

Für die Schau wurden die noch nicht rekonstruierten Paraderäume August des Starken im Residenzschloss mit einer Klimaanlage und einer konservatorisch geeigneten Museumseinrichtung ausgestattet. Kreml-Rot sorgt für die richtige majestätische Atmosphäre der rohbaufertigen Zimmer. Viele der Objekte, von denen einige noch nie gereist sind, kommen direkt aus der Dauerausstellung des Kreml, darunter einige Heiligtümer der Sammlung: die Garnitur mit Pfeil und Bogen voller Rubine aus Konstantinopel, die für den Zaren geschaffen wurde, sowie vom Zaren angekaufte Silberschalen.

Die Ausstellung umspannt die Zeit zwischen 1547, als Iwan der Schreckliche (1530-1584) sich zum Zaren erhob, und 1712, als Peter der Große (1672- 1725) Sankt Petersburg zur neuen Hauptstadt des russischen Zarenreichs erkor. „Der Kreml war damals Kreuzpunkt westlicher und östlicher Kulturen, was weitreichende Veränderungen und die Öffnung Russlands nach außen bewirkte“, erklärte Syndram. Davon zeugten prunkvolle Erwerbungen und Geschenke ausländischer Gesandter aus West und Ost an die Zaren.

„In den Werkstätten des Kreml entstanden kostbare Goldschmiedearbeiten, Gewänder und Prunkwaffen, in denen sich inspiriert durch diplomatische Geschenke europäischer und orientalischer Geschmack mit altrussischen Traditionen mischten.“ Die gesammelten Schätze zeigten so die Weltoffenheit des Zaren, waren wesentlicher Bestandteil höfischer Repräsentation und führten Macht und Reichtum der Zaren vor Augen. Die Schau zeige, wie der russische Hof vom 16. bis frühen 18. Jahrhundert die großen Weltkulturen - westeuropäische, osmanische oder persische - in einem Schmelztiegel zusammenführte, sagte Syndram.

Eine zehn Meter lange Silbervitrine enthalte das Beste aus Augsburger Werkstätten. „Dazu Figurales, wie der große Silberadler, den die Zaren vom polnischen König als Geschenk erhielten.“ Zudem seien osmanische und westeuropäische Kunst in hoher Qualität zu sehen - gemeinsam mit Stücken aus der Dresdner Sammlung. Dazu gehört die berühmte, mit Edelsteinen besetzte goldene Trinkkelle (Kowsch) Iwan des Schrecklichen. Nach jüngsten Forschungen ist unklar, wie diese nach Dresden kam. „Es war kein Geschenk Peter des Großen wie bisher angenommen“, sagte Syndram unter Verweis auf ein Dokument von 1697.

Dresden sei die von Zar Peter dem Großen am meisten besuchte europäische Residenz gewesen. „Er war gewissermaßen der erste russische Tourist Dresdens.“ Für die Präsentation der Schätze reist mit der Chefin der Kreml-Museen ein bekannter Name an die Elbe: Jelena Gagarina. Die 51-Jährige ist die jüngste Tochter des ersten Menschen im All - Kosmonaut Juri Gagarin (1934-1968).

dpa

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