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Nordkoreanische Jugendliche präsentieren ein Stück über die Flucht nach Südkorea

Theaters Setnet Nordkoreanische Jugendliche präsentieren ein Stück über die Flucht nach Südkorea

Deutschland feiert 25 Jahre friedliche Revolution - anlässlich des Jahrestages reist auch die Theatergruppe Setnet mit aus Nordkorea geflüchteten Jugendlichen nach Deutschland und wird am Mittwoch und Donnerstag ihr Stück "Vor dem Stacheldraht... Duett für eine Stimme " im Societaetstheater präsentieren.

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Theatergruppe Setnet

Quelle: Theater Setnet

Dresden. Deutschland feiert 25 Jahre friedliche Revolution - anlässlich des Jahrestages der Deutschen Einheit reist auch die Theatergruppe Setnet mit aus Nordkorea geflüchteten Jugendlichen nach Deutschland und wird am Mittwoch und Donnerstag ihr Stück "Vor dem Stacheldraht... Duett für eine Stimme " im Societaetstheater präsentieren.

Für die Gruppe ist es die erste Reise nach Europa. Das speziell für diese Reise entwickelte Programm ist eine nonverbale Performance, die das Publikum mit Elementen wie Konzert, Tanz, Spiel, Pantomime sowie mit Foto- und Filmmaterialien in die Geschichte des geteilten Koreas einführt und vor allem die Erlebnisse der geflüchteten Jugendlichen schildert. Im Zuge des Besuches werden bis zum kommenden Montag weitere Programmpunkte unter dem Motto "Korea in Dresden - Begegnung mit einem geteilten Land" in der Gedenkstätte Bautzner Straße und in der sächsischen Landeszentrale für politische Bildung angeboten.

Vor genau 70 Jahren wurde Korea von der japanischen Kolonialherrschaft befreit - doch der Frieden hielt nur kurz. Kurz darauf wurde Korea entlang des 38. Breitengrades hermetisch getrennt. 1950 folgte der Koreakrieg. Die Grenze zwischen Nord- und Südkorea ist seither nahezu unüberwindbar.

Die jugendlichen Nordkoreaner der Setnet Schule in Südkorea verbinden ähnliche Lebens- und Leidenswege, so verlief die Flucht gen Süden unter der ständigen Angst vor Ausbeutung und Entdeckung. Viele von ihnen gelang der Weg nach Südkorea über Drittstaaten wie China, Vietnam oder Laos. Ihre ganz persönlichen Geschichten und Empfindungen werden in "Vor dem Stacheldraht" aufbereitet. In acht Szenen, beginnend mit dem Koreakrieg, wird über die Teilung, die Flucht aus Hungersnot und die Ankunft in Südkorea erzählt. Auch die südkoreanische Gesellschaft soll bei der Inszenierung kritisch unter die Lupe genommen werden. Im Anschluss berichten die jungen Darsteller von ihren Erfahrungen und beantworten Fragen des Publikums.

"Der Grundgedanke ist immer: Wie soll der Frieden aussehen?", sagt Park Sang-Young, Direktor der Setnet Schule. Er ist darüber hinaus Regisseur und Produzent der Theatergruppe. "Frieden bedeutet, eine Einheit zu bilden. Deutschland lebt seit seiner Wiedervereinigung in einer Koexistenz. Wir wollen lernen, so friedlich zu koexistieren, und deswegen sind wir hier."

Die Setnet Schule in Wonju in der südkoreanischen Provinz Gangwon-do wurde 2004 gegründet, um junge Flüchtlinge gemeinsam mit südkoreanischen Schülern zu unterrichten. Die Geflüchteten werden auf die Zulassungsprüfung für die weiterführenden Schulen vorbereitet. Im Fokus steht die künstlerische Selbsterfahrung als Mittel zur Stärkung der eigenen Identität.

"Vor dem Stacheldraht", Mittwoch und Donnerstag jeweils 20 Uhr im Societaetstheater, Karten für 16 und ermäßigt 12 Euro

Juliane Weigt

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