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Noch besser, noch lauter: Die 2. Nacht der Trompeten im Dresdner Jazzclub Tonne

Noch besser, noch lauter: Die 2. Nacht der Trompeten im Dresdner Jazzclub Tonne

Von wegen, der Januar sei kein guter Monat zum Weggehen. Der Jazzclub Tonne war in diesem ersten Monat des Jahres schon mehrfach berstend gefüllt, so auch zur 2. Nacht der Trompeten, die eine lohnenswerte Kooperation mit der Musikhochschule instrumental erweitert.

Im Sommer 2011 startete im Jazzclub Tonne die 1. Trumpet's Night, jetzt gab es endlich die Fortsetzung.

Trompeter-Professor Till Brönner und sein einstiger Mentor Malte Burba haben ihre gemeinsamen Eleven wieder von der Leine gelassen, und ein rappelvoller Jazzkeller war ihnen garantiert. Die Stimmung darin wurde sehr rasch zum Selbstläufer, denn wo mit bis zu 24 Ventilen aufgeblasen wird, da steckt gehörig Energie hinter.

Doch es ging den sieben Studenten - schon mal zum Merken: Berthold Brauer, Maximilian Fleischhack, Sebastian Haas, Vincent Hahn, Jan Kaiser, Maik Krahl und Sascha Valnov - nicht ums Lärmen. Es ging vielmehr darum, den Ausbildungsstand der Bläsersparte Jazz/Rock/Pop am Hause Carl Maria von Weber zu zeigen. Und der kann sich hören lassen. In unterschiedlichen Arrangements vom Duo bis zum Tutti boten die Jungs Feinkost von Altmeistern wie Clifford Brown, Dizzie Gillespie und Freddie Hubbard, garnierten mit Neuem von Brönner und würzten das Trompeten-Strahlen immer mal wieder mit den rauchigen Saxofon-Schatten von Finn Wiesner.

Die junge und kräftige Blechfraktion mühte sich nicht um Imitation, sondern feilte an eigener Performance, zeigte hier mehr das Virtuose, da mehr den persönlichen Ton. Je nach Formation spielten sie sich die Soli zu, um eigene Stärken zu zeigen, und überzeugten mit hinreißenden Ensembles. Till Brönner, der das Konzert auch moderierte und einen Querschnitt aus der Welt der Trompeten-Verrückheiten versprach, stand fast immer mittendrin, ohne sich jedoch in den Vordergrund zu jubeln. Auch Finn Wiesner, der gewiss das Zeug hätte, so manche Junioren an die Wand zu blasen, hielt sich zurück und brillierte etwa in einer formidablen Ballade mit Maik Krahl.

So muss Studieren Spaß machen - an seinem Können zu arbeiten, anderen damit Freude machen und obendrein noch Punkte für die eigene Vita zu sammeln. Bei so viel glänzendem Blech darf nicht vergessen werden, wer den Bläsern den musikalischen Boden bereitete: Am Klavier sowie an den Keyboards zauberte Christopher Lübeck in frischem Spiel schöne Kaskaden hervor, Laurenz Karsten an der Gitarre und Sebastian Braun am Bass lupften die Saiten für schöne Kontraste und Tim Sarhan am Schlagzeug sorgte für ein forsches Maß aller Dinge nebst heftigem Wirbel. Speziell für diesen Abend gastierte Victor Sepulveda Rodriguez von der Gesangsklasse des Jazz. Auch die neue Tonanlage der Tonne hat mit diesem Konzert ihren ersten Auftritt bestanden.

@www.jazzclubtonne.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.02.2013

Aldo Lindhorst

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