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Neue Schau im Dresdner Hygiene-Museum zeigt Wandel durch Zuwanderung im „neuen Deutschland“

Neue Schau im Dresdner Hygiene-Museum zeigt Wandel durch Zuwanderung im „neuen Deutschland“

Transportkisten sind zu einer Skyline aufgestapelt. Die Wahrzeichen von Metropolen thronen auf Hochhäusern: der Eiffelturm aus Kaffeesahne-Minibechern, die blaue Moschee von Istanbul aus Milchpackungen.

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Quelle: Dominik Brüggemann

Eine neue Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden (DHMD) widmet sich auf originelle Weise dem Migrationsprozess in Deutschland. Sie wird am 7. März mit einem Festakt eröffnet. Titel: „Das neue Deutschland - Von Migration und Vielfalt“.

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ine neue Ausstellung im Deutschen Hygiene-Museum Dresden widmet sich auf originelle Weise dem Migrationsprozess in Deutschland.

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Die Stadt zieht sich als Leitmotiv durch die Präsentation - von der Silhouette aus Wolkenkratzern geht es über die Grenze in den Transitbereich und von dort vielleicht in eine Sackgasse oder aber weiter zum Marktplatz, ins Gotteshaus und in die Schule. Wer im Herzen der Ausstellungsstadt angekommen ist, bekommt Gelegenheit zum Schmunzeln oder gar zum herzhaften Lachen: Auf Tassen, Kissen oder T-Shirts prangen Comics.

„In unserem Copyshop der Vorurteile nehmen wir die Stereotypen zum Thema Migration auf die Schippe. So entlarven sie sich selbst“, sagt die stellvertretende Museumsleiterin Gisela Staupe. „Wir wollen sachlich aufklären, informieren, aber vor allem zu einer Kultur des genauen Hinsehens beitragen.“ Unter der Gesamtleitung von Staupe und Museumschef Klaus Vogel hat ein Team aus nationalen und internationalen Wissenschaftlern und DHMD-Mitarbeitern die Schau konzipiert.

Vom 8. März bis zum 12. Oktober stellt sie multimedial und bewusst unübersichtlich gestaltet ihren Besuchern die Frage: Wie wollen wir in diesem Land leben? Der Titel soll provozieren: „Wir sind schon angekommen im neuen Deutschland. Wir sind längst ein Einwanderungsland“, stellt Staupe fest. „Migration ist ein ständiger Aushandlungsprozess zwischen denen, die schon da sind und denen, die kommen.“ Die Stadt als Kontaktzone zwischen Mobilen und Sesshaften, als Experimentierfeld der Gesellschaft. Architektonisch in Szene gesetzt hat sie das Gestaltungsbüro „raumlaborberlin“.

Als Baumaterial dienen Kisten, die um die Welt gereist sind. Sie bilden Gebäude, in denen Themen wie Migrationsgeschichte, Flucht und Asyl, Religion oder Rassismus dargestellt werden. Ein Medienmix macht die Schau vielseitig erlebbar: Filminstallationen, kurze Interview-Szenen am Telefonhörer; aus Holzklötzen gebaute Statistiken, die auf Miniatur-Trabis kleben; deutsche und internationale Persönlichkeiten aus Kunst, Politik, Musik und Fernsehen erzählen im Video ihre Geschichte.

Auch Dresdner mit und ohne Migrationshintergrund berichten von Schlüsselszenen oder Empfindungen rund um das Thema Migration. Es sind Sozialarbeiter, Asylsuchende oder auch Fußballprofis wie der Franzose Mikaël Poté von Dynamo Dresden. Videoszenen und Sprachsequenzen fliegen durch den Raum. Plakate stellen Fragen an die Menschen, die im heutigen Deutschland leben: Warum verderben viele Köche den Brei? Wo liegt die Mitte der Gesellschaft? Worauf warten Sie?

Beispielhaft geben Menschen mit und ohne Migrationshintergrund Antworten. Museums-Vize Staupe: „Diese ‚Wir-Perspektive‘ zieht sich durch die Ausstellung. Wir haben sie bewusst gewählt, denn Migration gelingt nur in der Begegnung von Menschen.“

dpa

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