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Neue Ausstellung im Museum für Sächsische Volkskunst in Dresden zeigt Trachten, Hip-Hop und Nadelstreifen

Neue Ausstellung im Museum für Sächsische Volkskunst in Dresden zeigt Trachten, Hip-Hop und Nadelstreifen

Am Sonnabend eröffnet das Museum für Sächsische Volkskunst eine neue Ausstellung. Im Jägerhof in der Inneren Neustadt präsentiert es "Sächsische Volkstrachten, Hip-Hop und Nadelstreifen".

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Auch diese originalen Trachten aus Sachsen sind in der neuen Ausstellung im Volkskunstmuseum zu sehen.

Quelle: Stefan Schramm

Sie geht der Frage auf den Grund, was der Begriff "Tracht" bedeutet und wann eine Tracht eigentlich eine Tracht ist. Bis ins 18. Jahrhundert galt sie einfach als ganz normale Kleidung. Sie war abhängig von regionalen Gepflogenheiten, sozialem Stand, Gesinnung und Wohlstand ihrer Träger.

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Im Museum für Sächsische Volkskunst im Jägerhof sind ab Sonnabend traditionelle Trachten und moderne Outfits in einer neuen Ausstellung zu sehen.

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Im ausgehenden 19. Jahrhundert, genauer im Jahr 1896, hatten die originalen Trachten aus den verschiedenen Landesteilen des Königreichs Sachsen beim großen Trachtenfest in Dresden ihren letzten großen Auftritt. Ausgehend von diesem Ereignis blickt die neue Ausstellung auf die Geschichte der Trachten zurück. Zugleich betrachtet sie unser zeitgenössisches Kleidungswesen. Die Schau zeigt neben Zeichnungen ihres künstlerischen Leiters Holger John sowie aktuellen Fotografien von Frank Höhler originale Trachten und moderne Outfits.

Zu sehen sind unter anderem vogtländische, altenburgische und lausitzische Trachten. Wie ausdifferenziert und feinteilig eine solche Kleiderordnung sein kann, zeigt das noch heute bei bestimmten Festen gelebte Trachtenreglement der Sorben. Es legt bis ins letzte Detail fest, welche Tracht von wem bei welcher Gelegenheit und unter welchen Umständen wie getragen wird. Gleichzeitig zeigt die Ausstellung auf, dass selbst in der heutigen, durch Freiheit und Selbstbestimmung geprägten Zeit solche Regelungen nicht überholt sind. Ein Blick auf die Kleidung von Hip-Hoppern, Gothics, Punks und Rockern offenbart ähnlich ausgeklügelte Regeln, Verbote und Insidercodes.

"Die Kleidung junger Menschen ist sehr kreativ", stellt Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, fest. Doch auch abseits jugendlicher Selbstinszenierung gebe es eine enorme Vielfalt. So sei jede Sportart schon an ihrer individuellen Kleidung erkennbar. Noch vor 35 Jahren hätte für fast alle Sportarten der gleiche Trainingsanzug genügt. Die Ausstellung versucht, der Frage auf den Grund zu gehen, warum es Wanderkleidung, Cityhemden, Markenlabels und Nadelstreifen gibt.

Geöffnet hat die Ausstellung im Jägerhof an der Köpckestraße 1 vom 16. Juni bis zum 4. November täglich von 10 bis 18 Uhr. Montags ist die Ausstellung geschlossen. Der Eintrittspreis beträgt drei, ermäßigt zwei Euro. Bei Gruppen ab zehn Personen sind 2,50 Euro pro Person zu entrichten. Kinder und Jugendliche im Alter von weniger als 17 Jahren haben freien Eintritt.

Stefan Schramm

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