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Nanoelektronik-Schauzentrum entsteht im Dresdner Technikmuseum

Nanoelektronik-Schauzentrum entsteht im Dresdner Technikmuseum

Dresden bekommt im Zuge des Spitzenforschungsprojektes "Cool Silicon" nun seine lange angekündigte Mitmach- und Informationsschau rund um die Nanoelektronik. Das populärwissenschaftliche Zentrum öffnet im Februar 2014 in den "Technischen Sammlungen Dresden" (TSD) in Striesen.

Einen entsprechenden Vertrag haben die beiden Finanziers - die Stadt und der Cluster-Verbund "Cool Silicon" - jetzt unterschrieben. "Mit dem ambitionierten Ausstellungsprojekt Cool Silicon können Kinder und Jugendliche ihr Interesse für spezielle Zukunftstechnologien entdecken, um später vielleicht einmal eine Ausbildung oder ein Studium in diesem Bereich zu absolvieren", betonte Oberbürgermeisterin Helma Orosz (CDU).

Die "Cool Silicon"-Ausstellung soll die Dresdner über die Arbeit der hiesigen Mikro- und Nanoelektronik-Forscher informieren und durch interaktive Exponate Teenager im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren für Informations- und Telekommunikationstechnologien begeistern. Im Zentrum steht der von Bund und Land millionenschwer geförderte Versuch der "Cool Silicon"-Ingenieure, den Stromverbrauch moderner Computertechnik drastisch zu senken. "Alle Prognosen sagen, dass der Energieverbrauch dieser Systeme weltweit noch enorm steigen wird, wenn man nichts dagegen tut", sagte TSD-Direktor Roland Schwarz. "Wir wollen unseren Besuchern die Hintergründe anschaulich vor Augen führen."

Technische Sammlungen können nun Südflügel sanieren

Für den Direktor ist der nun unterschriebene Vertrag zwischen "Cool Silicon" und der Landeshauptstadt im Übrigen doppelter Grund zu Freude: Er ist für das Technikmuseum der Einstieg in die Sanierung des maroden Südflügels der ehemaligen Pentacon-Kamerawerke an der Glashütter Straße, der bisher recht unrepräsentativ nur als Museumsdepot genutzt wurde. Bauarbeiter haben dort im zweiten Obergeschoss, wo die neue Schau auf 400 Quadratmetern Platz finden soll, bereits die Fußböden, Elektrik, Datenverarbeitungstechnik und den Putz erneuert. Derzeit bringen sie als zweiten Rettungsweg für den Brandfall eine Außentreppe - ähnlich der an der Schandauer Straße - an. Zusammen mit weiteren Umbauten an der Vorderseite des Museums kostet diese Sanierung rund 1,5 Millionen Euro.

Zum Anderen ergänze die "Cool Silicon"-Schau das TSD-Profil und erschließe dem Museum neue Zielgruppen mit jüngeren Besuchern, so Schwarz. An dieser Strategie feilt das Haus seit Jahren - und dies recht erfolgreich. So verdoppelte das vor fünf Jahren eingerichtete "Erlebnisland Mathematik" für Jugendliche bereits die Besucherzahlen. Deren Multimedia- und Mitmach-Ansatz soll auch in der neuen Schau fortgeführt werden, mit interaktiven Hightech-Exponaten, Videostationen mit Elektronikforschern und dergleichen mehr. Als weiterer Baustein in dieser Strategie öffnet zudem gleich nebenan, aber bereits in diesem November, das "DLR School Lab" des "Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt" seine Pforten für Schulklassen, die dort dann spektakuläre Technologie-Experimente ausprobieren können. "Mit all dem schlagen wir einen Bogen von der Technikgeschichte zum Hier und Jetzt, zum modernen Technologiestandort Dresden", sagt Schwarz.

Schon beim Start des Cluster-Projektes "Cool Silicon" vor fünf Jahren war es eine Auflage der Geldgeber gewesen, dass die Forscher nicht nur Spitzenergebnisse erzielen, sondern ihre Arbeit auch der Öffentlichkeit präsentieren. Das versprochene "Wissenschaftszentrum" verzögerte sich indes immer wieder. Als Standorte wurden zeitweise das Kugelhaus am Hauptbahnhof, das Rundkino und das alte Robotron-Gelände erwogen - nun hat es in den TSD eine Heimstatt gefunden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 15.08.2013

hw

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