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Nach Unterwasseroper in Dresden: Intendant der ORNÖ-Reihe zeigt sich selbstkritisch

Nach Unterwasseroper in Dresden: Intendant der ORNÖ-Reihe zeigt sich selbstkritisch

Das passiert selten: Im Nachgang einer eher misslungenen Aufführung sucht der Intendant die Öffentlichkeit, indem er eine Pressemitteilung verschickt. So passiert am Dienstag, als Kay Pyta, Organisator der ORNÖ-Reihe und auch maßgeblich verantwortlich für die am vergangenen Freitag am Wasserwerk Saloppe gezeigte Unterwasseroper "AquAria_PALAOA" per Mail eine Erklärung suchte - nicht zuletzt nach den stellenweise verheerenden Kritiken.

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Rund ein Dutzend der mehr als 500 Besucher habe die Tickets zurückgegeben und die Hälfte des Preises erstattet bekomm en.

Quelle: Jan Hübler

Darin werden zahlreiche Ursachen genannt für das, was akustisch und optisch nur teilweise funktionierte.

"Wir wollen uns nicht herausreden, aber ich wollte das Team schützen", erklärte Pyta am Telefon. Seinen Angaben zufolge waren vier verschiedene Firmen mit etwa 20 Mitarbeitern für die Technik zuständig. "Sie und alle anderen Beteiligten haben sich reingekniet in das Projekt und sind auch unzufrieden mit dem Ergebnis", sagte Pyta.

Laut Mitteilung waren die Unterwassermikrofone defekt (Netzteil und Verkabelung), andere Mikrofone an Land wurden wiederum nicht eingesetzt, der Soundcheck soll von Regisseur Holger Müller-Brandes wiederholt unterbunden worden sein. Auch beim Licht habe Müller-Brandes auf kurzfristige Änderungen gesetzt, sodass die Elbe nicht wie geplant in farbiges Licht getaucht wurde, hieß es. Der Regisseur war am Dienstag für Nachfragen nicht zu erreichen. Nach der Aufführungspause habe vieles funktioniert, weil es gerichtet werden konnte, sagte Pyta. Er nahm sich auch selbstkritisch in die Pflicht. "Man muss wohl auch rigider und restriktiver sein, wenn man sieht, dass die Dinge aus dem Ruder laufen", räumte er ein. Es habe zu viele technische Änderungen nach der eigentlich zufriedenstellenden Generalprobe gegeben.

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Bei der Dresdner Unterwasseroper tauchten die Künstler in die Elbe ab. Das Publikum durfte trocken bleiben und das Geschehen auf einer Leinwand verfolgen.

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Mit der Zuschauerreaktion ist Pyta dagegen zufrieden. "Die Leute haben zum Schluss ganz demonstrativ applaudiert, um uns trotz der Probleme auch den Rücken zu stärken", lautete seine Analyse. Rund ein Dutzend der mehr als 500 Besucher habe die Tickets zurückgegeben und die Hälfte des Preises erstattet bekomm en.

Die Sängerin Claudia Herr hatte mit der Unterwasseroper erstmals eine Inszenierung in einem Fluss gewagt, nachdem sie im Jahr 2000 den Gedanken bereits umgesetzt hatte - damals in einem Jugendstilbad in Berlin-Neukölln.

T. Klaus

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