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Musikwelt trauert um Eagles-Mitbegründer Glenn Frey

„Hotel California“ Musikwelt trauert um Eagles-Mitbegründer Glenn Frey

„Take It to the Limit“, „Lyin’ Eyes“, „Hotel California“: Mit den Eagles fanden die 70er Jahre in den USA zum Westcoast-Rock, der bis heute nachhallt. Jetzt verliert das Quartett seinen Mitbegründer Glenn Frey.

Glenn Frey

Quelle: Sam Jones/Eagles/dpa

New York. Er war Mitbegründer einer der erfolgreichsten US-Rockbands und prägte mit ihr ein eigenes Genre: Der Eagles-Gitarrist Glenn Frey ist im Alter von 67 Jahren in New York gestorben. „Glenn kämpfte in den vergangenen Wochen einen mutigen Kampf, aber er erlag traurigerweise den Komplikationen einer rheumatoiden Arthritis, einer akuten Dickdarmentzündung und einer Lungenentzündung“, teilte die US-Band am Montag (Ortszeit) auf ihrer Website mit. „Worte können weder die Trauer noch die Liebe und den Respekt für all das ausdrücken, was er uns, seiner Familie, der Musikgemeinde und Millionen Fans weltweit gegeben hat.“

Die Eagles waren 1971 von Musikmanagern als Begleitband für die Country-Rock-Sängerin Linda Ronstadt gegründet worden. Mit ihrem warmen melodiösen Sound wurden sie zum Inbegriff des California Rock. Zu den bekanntesten Titeln zählen „Hotel California“, „Take It Easy“, „Tequila Sunrise“, „Lyin’ Eyes“ und „Heartache Tonight“. „Meine Mutter hat mir früher auf dem Weg zur Grundschule Eagles-Platten vorgespielt“, schrieb der Sänger und Schauspieler Justin Timberlake bei Twitter. „Wir haben heute einen der größten Songschreiber aller Zeiten verloren.“ Zahlreiche weitere Musiker verschiedener Generationen wie Carole King, Huey Lewis, Sheryl Crow, Meat Loaf, Paul Stanley (Kiss), Ryan Adams und die Boygruppe One Direction drückten in den sozialen Medien Trauer und Bewunderung für Frey aus. Der Komiker und Schauspieler Steve Martin twitterte: „Ein Schock. Mein Freund aus frühen Tagen und wichtiges Eagles-Mitglied ist gestorben. Wir haben dich geliebt, Glenn Frey.“ 

„Er war wie ein Bruder für mich, wir waren eine Familie, und wie bei den meisten Familien gab es einige Störungen“, teilte Bandmitglied Don Henley der Deutschen Presse-Agentur mit. „Aber der Bund, den wir vor 45 Jahren schmiedeten, war nie gebrochen, nicht einmal während der 14 Jahre, die die Eagles getrennt waren.“ Glenn habe alles ins Rollen gebracht, sei der sprühende Funke und derjenige mit dem Plan gewesen. „Er hatte ein enzyklopädisches Wissen von Popmusik und eine Arbeitsmoral, die niemals aufgab. Er war lustig, dickköpfig, sprunghaft, großzügig, zutiefst talentiert und angetrieben“, schrieb Henley. „Er liebte seine Frau und Kinder mehr als alles andere. Wir sind alle in einem Zustand von Schock, Unglauben und tiefer Trauer.“ Frey zu begegnen, habe sein Leben für immer verändert und einen Einfluss auf die Leben von Millionen Fans weltweit gehabt.

Vergangenen Juli hatte die mit sechs Grammys ausgezeichnete Band ihre „History of the Eagles Tour“ beendet, als Frey sein letztes Konzert in Los Angeles spielte. Anfang Dezember hatte das Quartett um Joe Walsh und Timothy B. Schmit, Henley und Frey den renommierten Preis des Kennedy Center in Washington empfangen sollen, konnte wegen Freys gesundheitlichem Zustand aber nicht teilnehmen. Die Verleihung wurde dann um ein Jahr verschoben, um alle vier Bandmitglieder teilnehmen zu lassen. 1998 war die Band in die Rock and Roll Hall of Fame aufgenommen worden. Tausende Fans teilten die Nachricht über den Tod Freys auf Facebook und Twitter und drückten der Band ihr Beileid aus. „Glenn Frey, Du wirst zutiefst vermisst werden. Danke für alles, was Du uns gegeben hast“, twitterte Rocksängerin Sheryl Crow (53).

dpa

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