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Musikhochschul-Rektor: Weltweite Aufmerksamkeit durch Forsythe

Musikhochschul-Rektor: Weltweite Aufmerksamkeit durch Forsythe

Ekkehard Klemm, Rektor der Dresdner Musikhochschule, appelliert an die Dresdner Stadträte, den Vertrag mit William Forsythe und dessen Tanz-Company in Hellerau zu verlängern.

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Prof. Ekkehard Klemm

Forsythe den Stuhl vor die Tür zu stellen, wäre gleichbedeutend mit dem Abhängen der Bilder Gerhard Richters oder der Brücke-Künstler, gleichbedeutend mit einer Abschaffung der Capell-Compositeure der Sächsischen Staatskapelle, von Uraufführungen in der Dresdner Philharmonie oder einer Auflösung des Instituts für Neue Musik an der Hochschule für Musik. "Alle wären wir von einem solchen Schritt betroffen", teilte Klemm den DNN mit.

Dresden habe sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Ort entwickelt, in dem Avantgarde-Künstler gefördert, in der Hellerau, die Ostrale, das Tonlagen-Festival, Jazzfeste, KlangNetz und viele neue Initiativen miteinander wetteifern und nicht gegeneinander ausgespielt werden, so Klemm. "Wir sollten die zarten Pflanzen gießen, ohne die bereits gewachsenen abzuschneiden", mahnte der Rektor an. Forsythe wegzuschicken schwäche das Staatsballett und damit die ganze Oper, die Palucca-Hochschule für Tanz, Hellerau und damit ganz Dresden. Gerade noch habe die Gartenstadt das 100-jährige Bestehen gefeiert - kurz danach diskutiere der Stadtrat über eine Entscheidung, die das Ende eines verheißungsvollen Aufbruchs bedeuten könnte. "Die internationale Avantgarde- und Tanz-Szene wird sich resigniert von Dresden abwenden, sollte es dazu kommen", prognostiziert Klemm.

"Wir sehen es an Städten wie Kassel, Bilbao, Witten, Darmstadt oder Donaueschingen: Der Mut zum Risiko hinsichtlich neuer Kunst wird mit weltweiter Aufmerksamkeit belohnt. Das Image der Barockstadt wird nicht ausreichen, um langfristig internationale Ausstrahlung zu erwirken", glaubt der Professor. Mit den 1,7 Millionen Euro jährlich für Forsythe baue sich die Stadt Dresden ein modernes, aufgeschlossenes und exzellentes Image auf. rare

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.07.2012

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