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Musikalische Frohnatur: Felix Meyer und Band gastierten in Dresdens Altem Schlachthof

Musikalische Frohnatur: Felix Meyer und Band gastierten in Dresdens Altem Schlachthof

Zwar gab es für jeden Besucher einen Stuhl im Saal im Alten Schlachthof, wo Felix Meyer und seine Band ein Konzert gaben. Doch schon bald waren die meisten Stühle leer und die wenigen noch Sitzenden umringt von Tanzenden.

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Mal auf großer Bühne: Straßenmusiker Felix Meyer gastierte mit seiner Band im Alten Schlachthof.

Das lag zum einen am gelungenen Stilmix aus Pop, Rock, Chanson und countryartigen Klängen. Zum anderen an der entspannten Frohnatur des Sängers.

Dass er und seine Musiker in einem großen Haus wie dem Schlachthof spielen, wenn auch im kleinen Saal, ist für Felix Meyer nicht selbstverständlich. Eigentlich ist ihr musikalisches Zuhause die Straße, wo sie seit über 15 Jahren Musik machen. Mit dem Gitarristen Erik Wisniewski zog Meyer damals trampend nach Frankreich. Zum Leben reichte ihnen ein gutes Essen und Wein, erinnert er sich. Finanziert wurde das, was nach "Leben von Luft und Liebe" klingt, von den Fußgängern, die stehen blieben und etwas Kleingeld zurückließen.

Auch heute agieren sie noch gern auf den Straßen der Städte Europas und haben dabei schon viel Kurioses erlebt. An diesem Abend in Dresden aber fesseln sie das Publikum im Schlachthof: Von der Baritonstimme des Sängers wird jeder davongetragen. Die fünfköpfige Band spielt Gitarre, Kontrabass, Drums, Piano, Akkordeon und Banjo und alles in einer mitreißenden Art. In dem Stück "Zeiten großer Worte" heißt es: "Was hier fehlt, ist die Arbeit am Detail." Genau der haben sie sich verschrieben, das hört und sieht man. "Erste Liebe / letzter Tanz" ist das zweite Album und in diesem Jahr erschienen. Felix Meyer ist ein Geschichtenerzähler, was er gesehen und erlebt hat, reflektiert er in seinen Songs.

Vielleicht spielt Felix Meyer ja demnächst mal wieder in Dresden. Man muss in der Fußgängerzone nur Augen und Ohren offen halten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.10.2012

Beate Erler

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