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Museumssommernacht 2012 in Dresden: ungewöhnliche Einblicke zu nachtschlafenen Zeiten

Museumssommernacht 2012 in Dresden: ungewöhnliche Einblicke zu nachtschlafenen Zeiten

Nächtlicher Streifzug zwischen Geschichte und Gegenwart: Schloss, Zwinger oder Albertinum öffnen am Samstag wieder länger als sonst ihre Türen. Bei der Museumssommernacht laden 46 Einrichtungen zum Besuch bis nach Mitternacht.

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Quelle: PR

Abgesehen von den Ausstellungen führen Streifzüge durch Gebäude und Sammlungen, zu Panoramen und Mikromuseen oder in verschlossene Archive. Mit dem Ticket können Besucher auch Bus und Bahnen in der Landeshauptstadt sowie ins Umland nutzen.

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Kein Museum, trotzdem mit am Start: die Gläserne Manufaktur.

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Das Militärhistorische Museum ist erstmals seit der Neueröffnung dabei und zeigt zeitgenössische Kunst, die sich mit Konstruktion und Dekonstruktion von Waffensystemen auseinandersetzt. Das Spektrum reicht von Anselm Kiefers Großgemälde „Bilderstreit“ über eine aufblasbare Panzerattrappe von Michael Sailstorfer bis zu einem in Origami-Technik gefalteten Panzer. Auch zwischen die Barock- und Renaissance-Rüstungen in der Rüstkammer haben sich postmoderne Harnische des Künstlers Tilman Hornig geschummelt.

In den Technischen Sammlungen versprechen „Die Physikanten“ - Deutschlands bekanntestes Wissenschaftstheater - „spektakuläre Experimente, verblüffende Effekte und intelligente Comedy“. Im Verkehrsmuseum können Besucher Deutschlands ältester Dampflok von 1839, der Saxonia, ins Herz schauen, Zeppelinen und modernen Jets begegnen.

Das Deutsche Hygiene-Museum wird von Düften, Leidenschaften und Musik erfüllt. Dort lässt sich Parfümeur Marcel Reinhold bei der Arbeit über die Schulter schauen und hilft bei der Eigenkreationen. Dort sind zudem Schnuppernasen und künstlicher Riecher gefragt, um Duftgeheimnisse zu entschlüsseln. Besucher werden auch mit Honig auf der Zunge, unter dem Mikroskop, auf der Haut und anderen Proben verführt und können um Mitternacht im Mondschein Tango tanzen.

Auch andernorts erfüllen Klänge die Domizile der Kunst - von Blasmusik über Samba, Mamba und Salsa bis zu Orientalischem und Asiatischem. In der Festung herrscht Markttreiben - inklusive zänkischer Weiber und Taschendieben. Mit Fackelschein und Leckereien aus Indien lockt das Japanische Palais, wo eine Märchenkarawane Halt macht, auf einer Bühne improvisiert und geswingt wird. Das Museum für Völkerkunde bietet Kriegs- und Festbemalung oder Spiele aus Amerika, Asien oder Afrika zum Ausprobieren, Schriftsteller Marcel Beyer leert im Kunsthaus „Putins Briefkasten“.

Unter dem großen Osmanenzelt in der Türckischen Cammer lebt das Morgenland auf - bei Märchen und Geschichten aus 1001 Nacht. Kinder kommen auch anderswo auf ihre Kosten: im Verkehrsmuseum können sie über Wasser laufen, ohne nass zu werden, in Water-Walking-Bällen balancieren oder mit Elektroautos herumflitzen, im Residenzschloss selbst Farblinolschnitte herstellen oder sich im Hygiene-Museum nach Lust und Laune verkleiden.

Die fast 50 Ausstellungen werden durch mehrere Sonderbusse miteinander verbunden, die im Preis von 10 Euro pro Karte inklusive sind. So kommen die Besucher zum Beispiel auch nach Pillnitz, wo im Kuppelsaal des Neuen Palais getanzt werden darf. Ab 17 Uhr ist mit einer Karte zur Museumssommernacht auch der nächtliche Eintritt in den Schlosspark gratis. Zur Orientierung gibt es erstmals auch eine Smartphone-App.

dpa / sl

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