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Münchner Kunstfund: Dresdner Kunstsammlungen verlangen Einsicht

Münchner Kunstfund: Dresdner Kunstsammlungen verlangen Einsicht

Der Münchner Bilderschatz nährt auch in Sachsen Hoffnungen auf Informationen über vermisste Kunstwerke der klassischen Moderne. Während Dresdner Museen ganz aktiv Auskunft über Details der sichergestellten Sammlung begehren, warten die Chemnitzer und Leipziger auf konkrete Funde der Ermittler und Forscher, wie eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch ergab.

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Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister

Quelle: dpa

Begründete Vermutungen gibt es bisher aber nicht. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) wollen bei der Augsburger Staatsanwaltschaft und der Forschungsstelle „Entartete Kunst“ der FU Berlin um Auskunft ersuchen, „ob sich in dem Münchner Fund Werke befinden, die einst in unseren Sammlungen waren“, wie Generaldirektor Hartwig Fischer sagte. Die in der Provenienzforschung erfahrene Einrichtung biete auch gern ihre Hilfe bei der komplexen Aufgabe an.Herkunft und Eigentumsverhältnisse der Werke müssen sorgfältig und transparent aufgearbeitet und geklärt werden, betonte Fischer.

Die SKD vermissen noch rund 50 Gemälde und 300 bis 400 grafische Blätter, die von den Nationalsozialisten als „Entartete Kunst“ beschlagnahmt worden waren. Viele der gut 1400 nun bei dem 79-jährigen Cornelius Gurlitt sichergestellten Stücke sind Werke der klassischen Moderne, die von den Nazis diffamiert und aus den Museen entfernt wurden.Dessen aus Dresden stammender Vater Hildebrand Gurlitt (1895-1956) zählte zu Hitlers Kunsthändlern. Auch 1937 in Chemnitz beschlagnahmte Werke wurden auch von ihm gehandelt, berichtete die Leiterin der Sammlung Malerei und Plastik der Kunstsammlungen, Beate Ritter.

Man hat natürlich die Hoffnung, dass etwas wieder auftaucht.“ Kontakt mit den Behörden soll aber nur bei konkretem Verdacht aufgenommen werden.„Wir warten ab, ob etwas auftaucht“, sagte eine Sprecherin des Museums, aus dem rund 1000 Gemälde, grafische Blätter und Skulpturen verschwanden. Bei rund der Hälfte ist der Verbleib unbekannt. Auch das Museum der bildenden Künste Leipzig wird nicht aktiv. „Wir sind im Vergleich zu Dresden und Chemnitz nicht so radikal betroffen“, erklärte Direktor Hans-Werner Schmidt. Zwar gebe es auch Verluste, aber „wir vermissen kein spektakuläres Bild“. Gisbert Porstmann, Chef der Städtischen Galerie Dresden, will dagegen Einblick in die Gurlitt-Sammlung. „Namen wie Dix, Klee und Kirchner gehören ja zu unserer Verlustliste.“

Die weist knapp 350 Stücke der einst hochkarätigen Expressionistensammlung des Museums aus. Es gehe um den Verbleib von Stücken und darum, sie öffentlich und der Forschung wieder zugänglich und ausleihbar zu machen. „Man kann den Kunstwerken ihre Biografie und ihr Leben zurückgeben.“

dpa

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