Volltextsuche über das Angebot:

20 ° / 11 ° wolkig

Navigation:
Google+
Mitgliederschau zum 25. Geburtstag des Künstlerbundes in der Villa Eschebach

Öffnung nach außen Mitgliederschau zum 25. Geburtstag des Künstlerbundes in der Villa Eschebach

In einer Mitgliederausstellung des Künstlerbundes Dresden e.V. in der Villa Eschebach kann der kunstinteressierte Besucher der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG einen Einblick in die Arbeit des mitgliedsstärksten Regionalverbandes von Deutschland mit seinen fast 500 Künstlern nehmen.

Voriger Artikel
Mit der Schau "Disegno" wird das Kupferstich-Kabinett zur Studierstube der Medienfragen der Kunst
Nächster Artikel
Tribute-Konzert zum zehnten Todestag des Singer/Songwriter Chris Whitley

Blick in die Jubiläumsausstellung des Künstlerbundes.

Quelle: Andreas Seeliger

Dresden. In einer Mitgliederausstellung des Künstlerbundes Dresden e.V. in der Villa Eschebach kann der kunstinteressierte Besucher der Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG einen Einblick in die Arbeit des mitgliedsstärksten Regionalverbandes von Deutschland mit seinen fast 500 Künstlern nehmen. Die Präsentation unter dem Titel "Neues aus Dresdner Ateliers" umfasst 56 Arbeiten (Malerei, Grafik, Zeichnung) von 28 Künstlern. Eine siebenköpfige Jury traf die Auswahl der Werke und eine ehrenamtliche Arbeitsgruppe organisierte die Ausstellung, von der Konzeption und Planung bis zur Hängung und anderen technischen Aufgaben. Die Auswahl bietet nur einen kleinen Ausschnitt aus dem Schaffen der Dresdner Künstler, widmet sich aber den brandneuen Arbeitsergebnissen aus jüngster Zeit. Positionen werden sichtbar, die innerhalb der letzten 25 Jahre gewachsen sind.

Äußerer Anlass für die Ausstellung (bis 4. Oktober waren auch Arbeiten von Bildhauern, Fotografen und Objekt-und Installationskünstlern in der Johannstadthalle zu sehen, DNN berichteten) ist demgemäß das diesjährige 25. Gründungsjubiläum des Künstlerbundes Dresden e.V.. Neue Künstler sind hinzugekommen, darunter Absolventen den HfBK Dresden, die vor allem ungewohnte und provokante Sichtweisen in die Szene einbringen. In der aktuellen Ausstellung spiegelt sich der Zeitraum von 25 Jahren anschaulich auch in den vorliegenden Kunstwerken: Angefangen von den ganz jungen Künstler/innen Viktoria Graf (geb.1985), Nadja Poppe, Jakob Flohe und Felix Lippmann stellen sich Künstler einer neuen Generation vor, die mit ihren Bildern frischen Wind in die Kunstszene von Dresden bringen könnten. Ihre Art, die Dinge zu erzählen, ist immer ganz persönlich gefärbt und den Lebensumständen geschuldet. Zwischen Realismus und Abstraktion verbinden sie Individuelles und Allgemeines zu berührenden Bildern und spiegeln in ihnen die Zeit die Aufbruchs, der Erneuerung, aber auch zunehmende globale Konflikte und damit einhergehende Verunsicherungen.

Die zurückliegende Generation (60er/70er Jahre) hat mit ihren Bildlösungen und einer ausgeprägten Handschrift das weite Feld der Möglichkeiten ausgeschöpft und steht zwischen Moderne und Tradition. Zu ihnen gehören Sebastian Glockmann, Rita Geißler, Gabi Keil, Heino Hellwig, Hanif Lehmann, Kerstin Quandt, Janette Mörz, Petra Schade, Gerd Küchler, Isabell Kirmse, Anke Kutzschbauch (Textilcollagen) und Tina Wohlfahrt. Die ältere Generation (40-50er Jahre) wird von dem ältesten Künstler der Präsentation Gerhard Deke (geb.1936) mit einem Pigmentdruck angeführt: Diese "Gruppe" von Künstlern findet den unmittelbaren Anschluss an die Zeit kurz vor und nach dem Krieg. Existentielle Themen bilden den Schwerpunkt, die engagierte Auseinandersetzung mit Krieg und Gewalt, formal aber auch die Anwendung traditioneller (grafischer) Techniken und eine oft expressive Malerei, die um die Erfahrungen der Klassischen Moderne in Dresden weiß. Die Auswahl der Jury fiel auf Angela Hampel, Reinhold Herrmann, Thomas Hellinger, Ulla Andersson, Mechthild Mansel, Gudrun Trendafilov, Hartmut Trache, Richaâârd, Frank Voigt, Jürgen Barth und Wolfgang Smy.

"Junge Künstler nutzen Chancen nicht"

Dieter Hoefer, Pressesprecher der Bank und Vorsitzender des Freundeskreises des Künstlerbundes, engagiert sich seit eineinhalb Jahren für die Belange des Vereins. Durch die Künstlermesse, die von der Raiffeisenbank seit einigen Jahren gesponsert wird, kam die Idee, aus gegebenem Anlass die öffentlichen Räume der Bank für eine Ausstellung des Künstlerbundes zu nutzen. Hoefer bewegt vor allem die Frage, was man tun kann, um den Künstlerbund nach außen hin weiter zu öffnen. Konzertierte Aktionen angesichts weniger eigener Räume sind gefragt, die große Ausstellungen möglich machen. Aber es gibt auch ein anderes Problem: "Es fehlen einfach die jungen Leute, die mitarbeiten und sich im Verband nach außen hin orientieren. Sie nutzen auch viel zu wenig ihre Chancen, um den Kunstmarkt aufzumischen", sagte Hoefer. Künstler/innen um die 40-60 dominieren. Dieter Hoefer brachte zwei vielversprechende junge Künstlerinnen ins Gespräch, die nun in der Ausstellung ihre Arbeiten zeigen dürfen. Auch junge Absolventen von Kunsthochschulen sollten sich im Rahmen des Künstlerbundes präsentieren dürfen, meinte Hoefer. Übrigens: Ein eingespieltes Team der Bank half beim Aufbau der aktuellen Ausstellung und ihrer Eröffnung vom Hausmeister bis zur weinausschenkenden Bankangestellten.

bis 4. Dezember. Villa Eschebach, Dresdner Volksbank Raiffeisenbank eG, Georgenstraße 6, geöffnet Mo & Mi 8.30-16, Di & Do 8.30-18, Fr 8.30-13 Uhr, Kontakt: 0351/ 8131-0 www.ddvrb.de

von Heinz Weißflog

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr