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Mit Witz und Stimme: Katrin Weber auf dem Dresdner Theaterkahn

Mit Witz und Stimme: Katrin Weber auf dem Dresdner Theaterkahn

Zuerst war sie selbst gar nicht da - "nur" ihr Pianist und kabarettistischer Begleiter Rainer Vothel. Der sprach und spielte sogleich von einem gelben gefallenen Herbstblatt im Frühling und kündigte das als den Höhepunkt des ganzen übrigen bevorstehenden Abends an.

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Katrin Weber

Das war einerseits ein Versprechen darauf, wie kurios und bunt man alles durcheinanderwirbeln lassen wollte. Zum anderen sollte dies wohl schon eine erste Kampfansage sein gegen die nun auftretende "Diva", die Solistin Katrin Weber: Wer hat mehr - und vor allem besser! - zu singen, zu sagen, zu musizieren und zu spielen als der andere? Ein heftig-ironisch-drastisches Geplänkel sollte sich zwischen beiden entwickeln, das auch einen der vielen und vom Publikum heftig belachten "Höhepunkte" des Abends ergab. Eines Abends, der die beiden renommierten und TV-bekannten Leipziger Kabarettkünstler einmal live auf den Dresdner Theaterkahn kommen ließ, erwartet vom im voraus bereits bestgestimmten und überzahlreichen Publikum. Und schließlich war es mehr als ein hintersinniger Witz, als Katrin Weber Dresden lobte und auf die hiesige Musikhochschule gleichen Namens hinwies. Hier hatte sie tatsächlich studiert und 1987 den nationalen Sängerwettbewerb im Fach Musical/Chanson gewonnen, darüber hinaus wurde sie 1991 Preisträgerin im Bundeswettbewerb Gesang in Berlin. Ein weitgespanntes Metier also, in dem sie auf ihre spezifische Art in ganz Deutschland, in Österreich und der Schweiz erfolgreich auftritt. Solo, in Theater- und Kabarettinszenierungen. Kein Wunder also, dass sie auf wunderbar ironische, komödiantische und satirische Art von allem das Unterhaltsamste und Anspruchsvollste in ihre Programme einbringt. Kein Wunder auch, dass das Publikum nicht nur begeistert mitgeht, sondern sie auch dazu animiert, sozusagen immer noch eins drauf zu geben. Freilich liegt darin auch eine Gefahr, vor der sie sich hüten sollte, um nicht in banalen Ulk (Trunkenheitsszene mit Publikumskletterei) abzugleiten. Übrigens hat "die Weber" es nicht nötig, sich mit zirkusbunten Groteskklamotten zu dekorieren. Sie kommt daher wie zumeist, im schmalen langen Schwarzen mit weißer Pelzstola (höchstens einmal abgewechselt mit rotem Schal und roten Handschuhen oder äußerst sparsamen anderen Utensilien).

Katrin Weber hat nicht nur sprudelndes Temperament, souveräne sprachliche Wendigkeit und mimischen Charme im szenischen Wechselspiel mit dem Partner. Man freut sich an ihrer Stimme, die eben wirklich eine metiergerechte Stimme ist. Eine kabarettistische Stimme, die auch imstande ist, die kabarettistischen Stimmen anderer persiflierend zu imitieren. Hier tut sie recht daran, "noch einen drauf" zu setzen. Dabei gelingen ihr, der eigentlich elegant und zart Daherkommenden, auch melancholische Stimmungen und sogar grotesk-robuste Szenen ("Neandertaler") mit sensiblem oder ganz drastischem Humor. Ein spritziger Abend - aber durchaus nicht von geschmacksfreiem Mineralwasser.

"Klangrausch" in

der Blauen Fabrik

Unter dem Titel "Klangrausch" geben sich heute, 20 Uhr, in der Blauen Fabrik, Prießnitzstr. 44/48, der New Yorker Kornettspieler Kirk Knuffke, der Dresdner Posaunist Günter Heinz sowie die zwei Elektronik-Klang-Spezialisten Markus Markowski aus Bremen und Ludger Hennig aus Leipzig ein Stelldichein. Die Musiker werden ihre Stücke vor Ort live improvisieren. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro.

Figurentheater in

der Garnisonkirche

Der Verein der Freunde der Puppentheatersammlung Dresden lädt am Dienstag, 19 Uhr, in die Garnisonkirche, Eingang D, zum Figurentheater ein. Gespielt wird: "Am Südpol, denkt man, ist es heiß", ein Figurentheater nach dem gleichnamigen Buch von Elke Heidenreich. Der Eintritt kostet 8 Euro, ermäßigt 5 Euro. Um telefonische Vorbestellung unter Tel. 0351/ 8 38 75 71 wird gebeten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.06.2012

Ursula Fuchs-Materny DNN DNN

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