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Mit Ruhe und Gelassenheit: Weihnachtsoratorium Teil 2 beim Dresdner Kreuzchor

Mit Ruhe und Gelassenheit: Weihnachtsoratorium Teil 2 beim Dresdner Kreuzchor

Die vielen Besucher, die trotz des hässlichen Wetters in die Kreuzkirche gekommen waren, um sich den 2. Teils des Bach'schen Weihnachtsoratoriums nicht entgehen zu lassen, wurden in ihren Erwartungen nicht enttäuscht - überzeugend in Ausdruck und musikalischer Umsetzung gelang diese Aufführung.

Ruhe und Gelassenheit bestimmten die Atmosphäre. Die Spuren der kräftezehrenden Advents- und Weihnachtszeit waren getilgt.

Kreuzkantor Roderich Kreile bediente sich frischer, aber nicht hetzender Tempi, legte Wert auf die Durchhörbarkeit des chorischen Klangbildes und eine wohltuende Balance zwischen Chor, Orchester und Solisten. Der festliche Überschwang der drei Kantaten entfaltete sich ebenso wie innehaltende, meditative Passagen. Die Choräle erstickten nicht in bedeutungsschwangerem Pathos, sondern faszinierten wegen ihres natürlichen Ausdrucks - schlicht "Dein Glanz all Finsternis verzehrt" und besonders innig "Ich steh an deiner Krippen hier". Die Präzision und Stimmungsdichte in den jeweiligen Eingangschören war geradezu beispielhaft, etwa in den sorgfältig ausgeleuchteten Kontrasten von "Ehre sei dir Gott gesungen".

Viel Freude machten diesmal die Solisten. Zu gewohnter Leistungsfähigkeit zurückgekehrt, vereinnahmte Andreas Weller durch stimmliche Schönheit und Ausdruckskraft in den Arien. Christoph Pohl brachte seinen weich strömenden, flexiblen Bariton ein, was insbesondere der Arie "Erleucht auch meine finstre Sinnen" bestens anstand. Mit ihrem wundervoll klaren, höhensicheren Sopran erwies sich Christina Elbe als gute Besetzung für diesen umfangreichen Part. Souverän waltete Marlen Herzog ihres Amtes.

Auch die Mitglieder der Dresdner Philharmonie vollbrachten eine wunderbare Leistung. Allen voran die blitzsauberen Oboenpassagen von Guido Titze und natürlich Heike Janicke mit ihren virtuosen Violin-Arabesken im Terzett der 5. Kantate.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.01.2013

M. Hanns

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