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Militärhistorisches Museum in Dresden wiedereröffnet - Minister fordert kritische Auseinandersetzung

Militärhistorisches Museum in Dresden wiedereröffnet - Minister fordert kritische Auseinandersetzung

Dresden. Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) hat eine kritische Auseinandersetzung über den Einsatz von Militär, Krieg, Gewalt und deren Folgen für die Menschen gefordert.

Deutsche Presse-Agentur dpa

Das neue Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden könne dazu einen Beitrag leisten, sagte er bei der Eröffnung des Hauses am Freitag in Dresden. „Die Neuausrichtung der Bundeswehr ist mehr als eine neue Organisationsform. Sie stellt auch eine geistige Aufgabe.“ Das Museum war nach einem Entwurf des US-amerikanischen Architekten Daniel Libeskind für 62,5 Millionen Euro umgebaut worden. Die Ausstellung zeigt mit etwa 10 500 Exponaten 700 Jahre deutsche Militärhistorie als Kulturgeschichte der Gewalt.

Nach Auffassung de Maizières lehrt das Museum ebenso viel über den Krieg selbst wie über dessen gesellschaftliche Ursachen und die oft „erschreckende Entgrenzung von Gewalt“. „Dieses Museum ist daher vor allem auch eine Einladung an die Öffentlichkeit zur Auseinandersetzung mit diesem Thema.“ Das Museum konfrontiere Besucher mit grundsätzlichen Fragen. Als Beispiel nannte der Minister unter anderem die Frage nach dem Einsatz militärischer Gewalt als politisches Mittel und die Fragestellung, ob sich mit Gewalt noch schlimmere Gewalt verhindern lasse. „Diese Fragen zur Legitimation militärischer Gewalt und zum Umgang unserer Gesellschaft mit der Bundeswehr sind hoch aktuell.“

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Diese Pickelhaube ist eines von 10.500 Exponaten in der Dauerausstellung des Militärhistorischen Museums.

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So sah das sich im Umbau befindliche Militärmuseum im September 2010 aus.

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Breiten Raum nahm in de Maizières Festrede die Traditionspflege bei der Bundeswehr ein. Diese Pflege beinhalte „die Möglichkeit, ja auch die Pflicht, mit Teilen der Vergangenheit zu brechen und einstmals gepflegte Traditionslinien zu kappen“. So könne die Wehrmacht als Ganzes nicht traditionsbegründend sein. „Eine ungebrochene, gerade Traditionslinie von der Wehrmacht zur Bundeswehr lässt sich nicht ziehen. Dem ehrenden Gedenken einzelner, unbelasteter Wehrmachtssoldaten oder deren Handlungen steht dies jedoch nicht im Wege.“

dpa

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