Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
Google+
Militärhistorisches Museum Dresden wünscht sich mehr Schüler ins Haus

Militärhistorisches Museum Dresden wünscht sich mehr Schüler ins Haus

Das Militärhistorische Museum der Bundeswehr in Dresden kämpft um junges Publikum. Vor allem mehr Schulklassen wünscht sich das Team um Direktor Matthias Rogg ins Haus.

Voriger Artikel
Prägende Persönlichkeit der Kirchenmusik: Hans-Joachim Schwinger ist tot - ein Nachruf
Nächster Artikel
"Mein Name ist Soundso" als deutschsprachige Erstaufführung im Chemnitz
Quelle: Sebastian Kahnert

„Es ist nicht so, dass uns die Schulen die Bude einrennen. Das ist eigentlich schade“, sagte Rogg der Nachrichtenagentur dpa. Viele Themen aus dem Schulunterricht - von den Befreiungskriegen Anfang des 19. Jahrhunderts über die NS-Zeit bis hin zur DDR und dem Kalten Krieg - würden sich im Militärhistorischen Museum gut veranschaulichen lassen.

„Ich glaube, das ist in manchen Köpfen noch nicht angekommen: Wir sind kein klassisches Militärmuseum im Sinn einer Waffensammlung, sondern ein historisches Museum. Wir setzen uns mit vielen Aspekten von Gewalt und Krieg auseinander, sind aber nicht auf Militär fokussiert. Da gibt es jede Menge Anknüpfungspunkte für Schüler und Lehrer“, sagte Rogg. Der Oberst und Historiker hofft darauf, dass Lehrer dieses Potenzial künftig besser nutzen. „Wir tun unser Möglichstes, aber die Schulen müssen auch auf uns zukommen.“

In der Gesamtschau ist Rogg aber mit der Entwicklung des Museums zufrieden. Mit rund 200 000 Besuchern sei es in diesem Jahr dort angelangt, wo man hinwollte. „Dennoch: Das Haus ist groß genug und kann auch noch mehr Besucher vertragen.“ Allerdings sei es angesichts übermächtiger Museumskonkurrenz in Dresden und der etwas abseits gelegenen Lage des Museums schwer, Touristen in Massen anzulocken. Viele Gäste würden aber betonen, gern wiederzukommen, um das Gebäude in seiner ganzen Größe kennenzulernen.

Mit mehr als einer Million Exponaten gehört das Militärhistorische Museum in Dresden zu den weltweit größten seiner Art. Von 2004 bis 2011 wurde es mit einem Kostenaufwand von 62,5 Millionen Euro grundlegend saniert und nach Plänen von US-Architekt Daniel Libeskind umgebaut. Auf rund 20 000 Quadratmeter Fläche sind etwa 10 500 Objekte zu sehen. Sie illustrieren 700 Jahre deutsche Militärhistorie als Kulturgeschichte der Gewalt. In diesem Jahr hatte das Museum den renommierten Luigi Micheletti Award der European Museum Academy erhalten. Mit diesem Preis werden besonders innovative Museen ausgezeichnet.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr