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Mike and the Mechanics spielen im Dresdner Schlachthof

Mike and the Mechanics spielen im Dresdner Schlachthof

Zu Beginn der 1980er-Jahre, als Genesis die grundlegendste stilistische Änderung in ihrer Geschichte gerade hinter sich gebracht hatten und es sowohl bei der Band als auch bei den Soloaktivitäten von Phil Collins und Ex-Frontmann Peter Gabriel mit den Chartplatzierungen plötzlich wie beim Brötchenbacken lief, tüftelten die beiden eher introvertierten Nebendarsteller Tony Banks und Mike Rutherford etwas abseitig an Soloplatten, die nicht so recht zünden wollten.

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Mike and the Mechanics: Sänger Andrew Roachford (links), Ex-Genesis, Gitarrist und Bassist Mike Rutherford (Mitte) und Sänger Tim Howar.

Quelle: PR

Gitarrist Rutherford holte sich schließlich Verstärkung von gestandenen Hitproduzenten, die seine zum Teil zweifelsohne gelungenen Songs effizient ins Erfolgskorsett der Zeit pressten, und lud eine ganze Armee an potenziellen Sängern zum Vorträllern ein. Das Projekt Mike & The Mechanics gebar sympathische Chartspitzen mit den Stimmen von Paul Carrack und Paul Young (der im Jahr 2000 unerwartet an einem Herzinfarkt verstarb).

Außerhalb der Fangemeinde dürfte die letzte entsprechende gefühlte Präsenz allerdings schon eine Weile zurückliegen - 1995 legten die Mechanics mit "Beggar on a Beach of Gold" noch einmal hitlastig und doch entspannt vor - "Another Cup of Coffee" und "Over my shoulder" laufen sogar heute noch gelegentlich im Dudelfunk.

Selbiger Platte war 1991 bereits das allzu glatt produzierte Album "Word of Mouth" vorausgegangen. Es folgte: vorsichtig Experimentelles, Unentschlossenes und schließlich der Tod von Paul Young. Zuletzt der Ausstieg von Paul Carrack. Der nimmermüde Rutherford legte 2011 unter anderem mit Andrew Roachford und Tim Howar am Mikrofon das siebte Studioalbum mit dem Titel "The Road" vor, das grundlegend solide ausfiel, aber nur bedingt den Erwartungen gerecht wurde. Auch hier erweist sich die grundsteinlegende Eingängigkeit der 80er-Wurzeln als später Undank und ist dennoch maßgeblich für den Erfolg.

Was die Herren live daraus machen und ob der ehemalige Genesis-Gitarrist für Überraschungen gut ist, wird das Konzert im Alten Schlachthof allemal offenbaren. Niklas Sommer

heute im Alten Schlachthof, 20 Uhr.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.07.2012

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