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Mehr als ein Theaterneubau: Das wird im Kraftwerk Mitte geplant

Mehr als ein Theaterneubau: Das wird im Kraftwerk Mitte geplant

Da wehren sich CDU und FDP mit Händen und Füßen gegen Windräder am Dresdner Stadtrand und dann das: Mitten im Zentrum soll eine Windkraftanlage entstehen. Auf dem Abspannturm des ehemaligen Kraftwerkes Mitte planen die Dresdner Stadtwerke (Drewag) mehrere Windräder, die den künftigen Komplex "Kulturkraftwerk" mit Strom versorgen sollen.

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Noch ein Traum - bald aber soll Baustart im Kraftwerk Mitte sein.

Quelle: Stadtverwaltung Dresden

Ziel sei die autarke Energieversorgung des Geländes, über das ein Energieparcours führen soll, für den die Windräder eine wichtige Station wären. Daneben soll auf dem Turm aber auch in etwa 40 Metern Höhe eine Aussichtsplattform entstehen, die einen fantastischen Überblick über das Gelände und die Dresdner Altstadt bietet.

Auf seiner jüngsten Sitzung hat der Stadtrat die Weichen für das Kulturkraftwerk Mitte gestellt und den Baukonzern Ed. Züblin AG mit der Errichtung der Spielstätten für die Staatsoperette Dresden und das Theater Junge Generation (tjg) nebst Studiobühne und Puppenbühne beauftragt. Für dieses Vorhaben mit einem Volumen von 96,9 Millionen Euro brutto zeichnet die Stadttochter Stesad als Projektsteuerer verantwortlich.

Die Stadt investiert eine gewaltige Summe in die Sanierung der ehemaligen Maschinenhalle auf dem Kraftwerksgelände und in einen Neubau. In der Altbausubstanz sollen das Foyer mit Besucherzentrum, die Studiobühne und das Puppentheater sowie die zentrale Garderobe entstehen. Der Neubau wird den 700 Zuschauer fassenden Saal der Operette und den Saal für das tjg mit 350 Plätzen beherbergen. Daneben sind aber auch Lager- und Probenräume geplant. Die Verwaltung der Theater soll in ein früheres Wohngebäude am Rand des Kraftwerksgeländes einziehen (auf dem Plan Nummer 17).

Die Theaterbauten sind aber nur ein Teil des Gesamtvorhabens "Kulturkraftwerk". Die Drewag-Stadtwerke sanieren bereits das 6-kV-Schalthaus, das an Unternehmen aus der Kreativwirtschaft vermietet werden soll (DNN berichteten). Auch der Jazzclub "Tonne" könnte hier ein neues Domizil finden. Prinzipiell hat sich der Vorstand des Clubs zum Kulturkraftwerk bekannt und verhandelt mit Drewag und Stesad über passende Räume.

Im Oktober wollen die Drewag mit der Sanierung des angrenzenden 20-kV-Schalthauses beginnen. Dieses Gebäude bietet mit einer Passage den Übergang zu den Theaterbauten und wird im Erdgeschoss Ladengeschäfte beherbergen, darüber Büros und Ateliers. Knapp drei Millionen Euro soll die Sanierung nach Angaben der Drewag kosten, Gespräche mit Mietinteressenten laufen.

Für das angrenzende 10-kV/110-kV-Schalthaus, besser bekannt unter dem Begriff Umspannwerk, gibt es noch keine konkreten Pläne, was aber nicht ganz stimmt: Die Drewag verhandeln intensiv mit dem Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) über eine Unterbringung von Teilen der Hochschule für Musik, die ihr Hauptgebäude am Wettiner Platz hat. "Wir untersuchen gegenwärtig, ob das angebotene Objekt den spezifischen Erfordernissen der Hochschule gerecht wird", erklärte Jana Wustmann vom SIB. Der Staatsbetrieb strebe eine zeitnahe Entscheidung an, könne aber zu weiteren Details gegenwärtig noch keine Auskünfte geben. Wenn sich der SIB für das Kulturkraftwerk entscheidet, würden die Drewag umgehend mit der Sanierung des Umspannwerkes beginnen.

Der Energieversorger strebt auch den Verkauf mehrerer Gebäude auf dem Grundstück des früheren Kraftwerks Mitte an, so werden für das Reaktanzenhaus, das Bahnstromwerk oder das Sozialgebäude Käufer gesucht. Die Drewag planen auch Neubauten auf dem Areal - das Dresdner Energiemuseum soll mit einem Anbau um 1600 Quadratmeter Ausstellungsfläche erweitert werden, 2014 ist der Baustart geplant. Deutlich größer wird das Bürogebäude, das auf dem Baufeld neben den Theatern entstehen soll. Die Drewag suchen einen Investor, der das 9200 Quadratmeter große Grundstück kauft und ein architektonisch anspruchsvolles Bauwerk errichtet.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 18.07.2013

Thomas Baumann-Hartwig

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