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Mehr als 10 000 Besucher bei den 14. Tschechisch-Deutschen Kulturtagen

Mehr als 10 000 Besucher bei den 14. Tschechisch-Deutschen Kulturtagen

Mit einem Konzert des Dvorakovo-Klaviertrios im Dresdner Pianosalon ist gestern Abend der Hauptteil der von den Dresdner Neuesten Nachrichten präsentierten 14. Tschechisch-Deutschen Kulturtage abgeschlossen worden.

Bei den bislang gelaufenen Veranstaltungen verzeichneten die Organisatoren - Brücke/Most-Stiftung, Stadt Dresden und Collegium Bohemicum - insgesamt mehr als 10 000 Besucher. Dies entspreche in etwa den Ergebnissen des vergangenen Jahres, sagte ein Sprecher. Bis zum 30. November stehen auf sächsischer und böhmischer Seite noch weitere 15 Veranstaltungen im sogenannten Epilog auf dem Programm des Festivals. Auch im Herbst des kommenden Jahres sollen die Kulturtage wieder stattfinden, wie der Sprecher versicherte. Thematischer Schwerpunkt solle dann die Region Südmähren mit der Stadt Brno/Brünn sein.

In diesem Jahr stand die Kultur Prags im Mittelpunkt. Interpreten klassischer Musik aus der tschechischen Landeshauptstadt wie der Violinvirtuose Jaroslav Sveceny oder die Mezzosopranistin Barbora Polaskova mit dem Gitarrenduo Siempre Nuevo gaben sich ebenso ein Stelldichein wie Vertreter von Jazz, Rock, Pop, Puppenspieler oder Bildende Künstler. Auf lebhaftes Interesse stieß eine Exkursion zur großen Alfons Mucha-Ausstellung in Prag. "Wir hätten dorthin auch mit zwei Bussen fahren können", so der Sprecher. Mehr als 600 Besucher machten sich zur "Prager Nacht" auf Tour zu ungewöhnlichen Leseorten in Dresden, an denen Schauspieler Passagen aus Werken überwiegend tschechischer Autoren zum Teil in szenischem Spiel darboten. Dies war ein Höhepunkt der Kulturtage.

Zu einem weiteren gestaltete sich das Doppelkonzert des bekannten tschechischen Liedermachers Jaromir Nohavica und seines Berliner Sängerkollegen und Nachdichters Frank Viehweg. Zu dem Abend in der nahezu ausverkauften Scheune waren Zuhörer sogar aus Berlin und Köln angereist, etliche auch aus der Tschechischen Republik. Sehr viele Zuschauer verzeichnete auch die Tschechische Filmwoche, die bereits vor Beginn des Hauptteils der Kulturtage im Programmkino Ost lief. Die Kurzfilmnacht war ausverkauft.

An Veranstaltungen im Epilog erwartet Freunde der klassischen Musik noch ein Konzert des Prager Barockorchesters Collegium 1704 und des Dresdner Kammerchors am 16. November in der Annenkirche. Auf dem Programm dieses Abends der "Musikbrücke Prag-Dresden" stehen Werke von Zelenka, Reichenauer und Vivaldi. Die Nordböhmische Philharmonie Teplice/Teplitz gastiert am 29. November in der Dresdner Musikhochschule. Als Solisten sind tschechische Stipendiaten zu erleben mit Arien aus Mozart-Opern, einem Klarinettenkonzert von Louis Spohr und einem Klavierkonzert von Rachmaninow.

Auch eine Reihe von Vorträgen sind noch geplant. So heute, 19.30 Uhr im Dresdner Haus der Brücke/Most-Stiftung, mit Zeitzeugen über Vaclav Havel. Am Dienstag geht es in der Dreikönigskirche um das Thema Korruption, am 14. November im Haus der Kathedrale um Atheismus und Religion.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.11.2012

Tomas Gärtner

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