Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Google+
Maya-Konzert der Dresdner Sinfoniker ist weltweit zu erleben

Maya-Konzert der Dresdner Sinfoniker ist weltweit zu erleben

Das Maya-Konzert der Dresdner Sinfoniker mit Künstlern aus Mexiko und Guatemala ist am 21. Dezember weltweit zu erleben. Der Auftritt in Sachsens Landesbibliothek, wo eine von drei erhaltenen Maya-Handschriften liegt, wird vom Internet- Sender Arte Live Web und den Rundfunksendern Deutschlandradio Kultur und MDR Figaro übertragen, sagte Sinfoniker-Intendant Markus Rindt am Samstag der Nachrichtenagentur dpa.

Voriger Artikel
"Die Atmosphäre war einfach grandios" - DNN-Gespräch mit Kruzianer Lucas Opitz über die Japan-Tournee, seinen ersten Auftritt, Hobbys und Terminstress
Nächster Artikel
Andrang bei „Stalingrad“-Ausstellung im Militärhistorischen Museum Dresden

Am 21. Dezember endet ein Zyklus im Maya-Kalender und Verschwörungstheoretiker fürchten die Apokalypse.

Quelle: Franziska Kraufmann

Die rund 200 Tickets für das exklusive „Konzert zum Ende der Zeit“ seien im Nu vergriffen gewesen.

Mit der Aufführung begrüßen die Sinfoniker das neue Maya- Zeitalter, das nach Lesart mancher Astrologen den Weltuntergang bedeutet. Am Pult steht mit José Areán ein renommierter Dirigent aus Lateinamerika. Die Dresdner Sinfoniker, die sich aus Musikern namhafter europäischer Orchester rekrutieren, spielen zunächst Werke von Silvestre Revueltas und Enrico Chapela. Bei dessen Werk „Lo Nato Es Neta“ wirken auch die beiden mexikanischen Musiker Jesús Lara (Bassgitarre) und Luis Miguel Costero (Schlagzeug) mit.

Als Höhepunkt folgt zu mitternächtlicher Stunde eine Uraufführung: Enrico Chapelas „Albaktún“. Per Liveschaltung aus Mexiko sind die Sängerin Sara Curruchich Cúmez und die beiden Guatemalteken Gonzalo Ceja und Horacio Franco beteiligt, die Maya-Instrumente spielen. „Die monatelange Suche nach einer indigenen Stimme war extrem schwierig. Selbst unter den Nachfahren der Maya ist deren Liedgut wenig populär“, sagte Rindt und nannte Sängerin Cúmez einen „Glücksfall“.

Erfahrungen mit Musizieren auf getrennten Bühnen haben die Sinfoniker bereits. 2008 sorgten sie mit dem „ersten Ferndirigat der Welt“ für Furore. Damals stand Dirigent Michael Helmrath am Ufer der Themse in London - seine Musiker saßen derweil in Dresden und konnten den Maestro am Bildschirm sehen. Beim jetzigen Konzert ist nicht zuletzt der Klangraum bedeutsam. In der Bibliothek wird der „Codex Dresdensis“ ausgestellt - nach den Worten von Direktor Thomas Bürger die „wichtigste erhaltene Schrift der frühamerikanischen Hochkultur“.

Der „Codex Dresdensis“ gilt als Schlüssel für die Entzifferung der Maya-Hieroglyphen. Durch viele Kriege hindurch gelang es, diesen Schatz in Dresden zu bewahren. Heute ist sie die einzige Handschrift der Maya, die noch im Original gezeigt wird. Szenarien für einen Weltuntergang am 21. Dezember gehen nach Ansicht von Experten auf eine Fehlinterpretation des „Codex Dresdensis“ zurück: Am Ende des Dokuments ist ein Wasser speiendes Reptil abgebildet. Damit werden riesige Überschwemmungen assoziiert.

Doch Fachleute sehen darin ein Missverständnis. Die Maya waren Bauern. Im Dresdner „Codex“ ist zwar von Naturkatastrophen die Rede, die Ernten vernichten könnten. Allerdings nie im Zusammenhang mit dem 21. Dezember 2012. Und auch für die Maya selbst markiert das Datum nicht die Apokalypse, sondern den Beginn einer neuen Zeitrechnung. Besucher des Konzertes haben nicht nur die Chance, die „Heilige Schrift“ der Maya zu sehen, sondern dürfen sich nach dem Finale auch noch anderweitig ihres Lebens freuen - bei einer „Überlebensparty“.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Kultur News

Entwirren Sie mit schnellem Auge und flinkem Geist den Buchstabensalat des Rätselspiels! Hier kostenlos im Spieleportal von DNN.de spielen! mehr

  • Semperopernball
    Semperopernball

    Alle Infos, alle Highlights, die schönsten Bilder - der Semperopernball in Dresden. mehr

  • 13. Februar

    Ob Gedenken, Täterspuren oder Menschenkette: Alle Infos finden sie in unserem Special zum 13. Februar in Dresden mehr

  • Onlineabo

    "DNN-Exklusiv" heißt das Online-Premiumangebot der Dresdner Neuesten Nachrichten, dass Sie überall und rund um die Uhr nutzen können - zu... mehr

  • E-Paper
    E-Paper

    Mit unserem E-Paper-Abo können Sie die DNN in digitaler Form täglich im Original-Layout im Web oder auf Ihrem Tablet lesen. mehr

  • Magicpaper
    Magicpaper

    Wenn Sie an Beiträgen in der gedruckten DNN das Handy-Symbol entdecken, stehen ab sofort mithilfe der Magicpaper App zusätzliche digitale Inhalte f... mehr