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Mark Knopfler gibt umjubeltes Konzert bei Dresdner Filmnächten

Mark Knopfler gibt umjubeltes Konzert bei Dresdner Filmnächten

Mit einem umjubelten Konzert hat der Ausnahmegitarrist Mark Knopfler am Donnerstagabend die diesjährigen Filmnächte am Elbufer eröffnet. Vor mehreren Tausend Zuschauern spielte der ehemalige Kopf der Dire Straits vorrangig Stücke seines im August 2012 erschienenen Doppelalbums „Privateering“.

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Mark Knopfler bei den Filmnächten in Dresden.

Quelle: Dietrich Flechtner

Das Publikum zeigte sich hellauf begeistert von der Spielfreude des gebürtigen Schotten und seiner Kollegen. Gute zwei Stunden lang klatschten die Fans mit, tanzten, pfiffen und johlten. Manch einer hätte sich mehr Stücke aus Dire-Straits-Zeiten gewünscht, musste sich jedoch mit den Klassikern „Romeo and Juliet“ und „Telegraph Road“ zufriedengeben.

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Hunderte Dresdner genossen das Knopfler-Konzert von den Elbwiesen aus.

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Pünktlich um 20 Uhr betreten Knopfler und seine Musiker die Bühne, allesamt ergraute Herren jenseits der 50. Auf den Zuschauerrängen und den Stehplätzen ein ähnliches Bild: Die meisten Fans sind mit ihrem Helden gealtert. Gleich der erste Song zeigt, wo es langgehen wird in den kommenden zwei Stunden: eine lange Folk-Flöten-Passage und das erste Gitarrensolo des Bandleaders. Knopfler mischt schottischen und irischen Folk mit amerikanischem Bluegrass und Blues. Als die Menge klatscht und johlt und pfeift, grinst der Meister nur und freut sich im Stillen. Erst nach dem dritten Stück begrüßt er die Tausenden am Elbufer und zeigt sich begeistert von der Kulisse und der Stadt, vom Publikum und dem Wetter: „It’s great to be here in a place like this – and on a day like that! It’s fantastic!“ Dann scherzt er noch ein wenig mit seinen Bandkollegen und wünscht ihnen viel Glück beim folgenden anspruchsvollen Lied: „Privateering“, dem Titelsong der jüngsten Platte.

Man merkt, dass die Herren da oben Spaß haben an dem, was sie tun, dass sie das Umherziehen von Stadt zu Stadt lieben. Moderne Freibeuter seien sie, meinte Knopfler in einem Interview – Privateers eben. Seine Jungs seien die besten der Welt, stellt der gebürtige Schotte später seine Band vor. Mit von der Partie sind auch Guy Fletcher an den Keyboards, mit dem Knopfler schon seit Dire-Straits-Zeiten zusammenarbeitet, und der Saxophonist Nigel Hitchcock als Gast. Knopfler spielt an einem Abend mindestens ebenso viele Gitarren wie Köpfe auf der Bühne sind, manchmal wechselt er sogar mitten im Lied das Instrument.

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Bei Lied Nr. 5 dann der magische Moment: Knopfler krempelt die Hemdsärmel ein wenig nach oben, und da sind sie: die legendären Pulswärmer. Die Menge tobt, Knopfler grinst. Zwischen den neuen Songs schiebt er mal den Klassiker „Romeo and Juliet“ ein und zupft dazu seine gute silberne Gitarre, die vom „Brothers in arms“-Cover. „Die klingt wieder ganz anders, die silberne“, sagt ein Mann mit Kennermiene im breitesten Zwickauer Sächsisch.

Gegen Ende des Konzerts ufern die Instrumentalparts immer weiter aus, minutenlang „sprechen“ etwa nur Geige und Kontrabass miteinander. Der Gitarrengott steht daneben, schaut zu – und grinst. Da gibt es keine Show, keine Choreographie, nur reine Spielfreude. Und die Leute vor der Bühne zappeln einfach mit.

Kurz vor 22 Uhr das vorläufige Konzertende. In der zehnminütigen Zugabe zelebrieren die Musiker den Kuschelhit „Shangri-La“, steigern dann Tempo und Lautstärke und verabschieden sich. Die vom Publikum gewünschte zweite Zugabe vereiteln die Bühnentechniker, die einfach Mikros und Instrumente abbauen. „Ich dachte, die spielen noch ein paar mehr Lieder von Dire Straits“, sagt ein Mann beim Gehen, „aber das machen sie wohl nicht mehr.“

Eine ausführliche Rezension des Konzertes können Sie in der gedruckten Ausgabe der DNN vom Sonnabend oder online lesen.

ttr

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