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Marion Ackermann wird neue Generaldirektorin ab November

Staatlichen Kunstsammlungen Marion Ackermann wird neue Generaldirektorin ab November

"Sie sehen, ich bin begeistert“, sagte Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) vor der Presse, nachdem sie Marion Ackermann, die neue Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vorgestellt hatte. Ackermann tritt am 1. November 2016 ihr Amt als Chefin des Verbundes von 14 Museen an.

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Marion Ackermann
 

Quelle: dpa

Dresden. „Sie sehen, ich bin begeistert“, so Sachsens Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) gestern vor der Presse, nachdem sie Marion Ackermann, die neue Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden – sie tritt am 1. November 2016 ihr Amt an – vorgestellt hatte. Besonders zufrieden zeigte sich Stange angesichts des „doch schmerzlichen Weggangs“ von Hartwig Fischer ans British Museum (London) – ein Ruf, den man kaum ablehnen kann –, über die „relativ schnelle Entscheidung“ für Ackermann.
Die promovierte Kunsthistorikerin, die als Volontärin und Kuratorin am Lenbachhaus München begann, dann als Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart wirkte und seit 2009 Künstlerische Direktorin der Kunstsammlung Nordrhein-Westfalen in Düsseldorf ist, hat die elfköpfige, international besetzte Findungskommission offensichtlich nachhaltig überzeugt. Bereits nach drei Sitzungen fiel einstimmig die Entscheidung für sie.
Stange ist dieser Empfehlung „sehr gern gefolgt“. Sie sieht in Marion Ackermanns Berufung „eine langfristige, Kontinuität garantierende Lösung“, wofür der auf acht Jahre geschlossene Vertrag wie auch der bevorstehende Umzug von Familie Ackermann nach Dresden zunächst spricht. Aus Sicht der Ministerin fallen für die neue Generaldirektorin außer deren Rolle als erfahrene Museumsleiterin und Wissenschaftlerin – ihr Schwerpunkt liegt auf der Klassischen Moderne – die weltweite Vernetzung – Ackermann gehört zahlreichen nationalen und internationalen Gremien an –, sowie ihr sehr kommunikatives Auftreten ins Gewicht. „Sie wird nicht nur die internationale Ausrichtung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden fortsetzen, sondern auch die Kunstinteressierten aus der Region stärker einbeziehen und neue Angebote für die Auseinandersetzung mit den Werken, für die Vermittlung von Kunst machen“, so Stange.
Marion Ackermann reizt „die besondere Konstellation“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, der Verbund von 14 Museen, der zumindest in Deutschland „einzigartig“ sei. Als jemand, der von der Moderne herkommt, will sie sich besonders dem „Verweben von Geschichte und Gegenwart“ widmen. Dass sie unter anderem Stichworte wie Hellerau, El Lissitzky in Dresden oder Konstruktivismus und Dresden erwähnte, lässt auf Interessantes hinsichtlich des „Verwebens von Geschichte und Gegenwart“ hoffen. „Ausreizen“ möchte sie auch Verbindungen von Freier und Angewandter Kunst. Zudem gehe es neben der weiteren internationalen Positionierung der Sammlungen um deren Stärkung als Identifikationsfaktor vor Ort. Bezüglich Letzterem verwies sie auf Erfahrungen partnerschaftlicher Zusammenarbeit mit Künstlern und Besuchern an ihrer bisherigen Wirkungsstätte.
Was den weiteren Ausbau als „forschende Museen“ betrifft – eine Entwicklung, die Ackermann „ganz kostbar“ nannte –, hatte der Wissenschaftsrat in seiner Evaluierung den Staatlichen Kunstsammlungen 2015 großes Potenzial bescheinigt. Um dies stärker heben zu können, plädierte das Gremium für die Schaffung von Stellen für Wissenschaftler. Deren Realisierung hängt allerdings vom Ergebnis der Haushaltsverhandlungen ab, wie Eva-Maria Stange auf Nachfrage betonte. Dass sie ihr Möglichstes tun wird, darf man wohl voraussetzen.
Das aktuelle politische Klima betreffend, möchte Marion Ackermann „mit den Möglichkeiten der Museen und den Mitteln der Kunst zu einer weltoffenen und liberalen Gesellschaft beitragen“. Nicht zuletzt gehört für die in Ankara Aufgewachsene dazu auch, Verbindungen nach Osten – etwa nach Polen, Tschechien – zu beleben.
Zum guten Schluss, so kann man es wirklich nennen, konnte Sachsens Kunstministerin mitteilen, dass ab 1. August Julia Weber Direktorin der Porzellansammlung wird. Bisher betreute sie die keramischen Sammlungen des Bayerischen Nationalmuseums München. Damit ist nun keins der 14 Museen der Staatlichen Kunstsammlungen mehr ohne Direktor, was der allseits beschworenen „Kontinuität“ nur gut tun kann. Besonders Dirk Burghardt, Kaufmännischer Direktor der SKD, hatte deren Notwendigkeit mit Hinweis auf den „Transformationsprozess“, in dem sich der Verbund der 14 Museen befinde, hervorgehoben und auch deshalb Stange besonders für die, allen eventuellen Unsicherheiten entgegenwirkende, Schnelligkeit der Besetzung der Generaldirektion gedankt.

Von  Lisa Werner-Art

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