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Man darf auch mal lachen müssen: Olaf Schubert präsentiert die ersten Dresdner Humorfestspiele

Man darf auch mal lachen müssen: Olaf Schubert präsentiert die ersten Dresdner Humorfestspiele

Nicht Trauer oder Frühlingspollen, sondern ein Lachen möge den Menschen diesen März Tränen in die Augen treiben. Denn das Leben ist ernst genug und man darf auch mal lachen müssen.

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Olaf Schubert ist Schirmherr der ersten Dresdner Humorzone.

Quelle: dpa

Das zumindest ist die Leitidee der ersten Dresdner Humorzone, die ab Donnerstag in der sächsischen Landeshauptstadt ausgerufen wird. Das Gesicht der Veranstaltung ist Dresdens Betroffenheitslyriker Olaf Schubert. Die DNN sprachen mit ihm über die harte Arbeit eines Schirmherrens, Künstler-Bezahlungen und grob geschliffene Halbedelsteine.

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Enissa Amani hat wohl schon einige Fans in Dresden: Die Show der Newcomerin ist bereits ausverkauft.

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Frage: Was verbirgt sich hinter dem Festival Humorzone?

Olaf Schubert: Die Humorzone, das sind im Prinzip die ersten Humorfestspiele in Dresden. Es werden Fachkräfte aus dem Sektor Humor, wozu Comedy, Kabarett oder auch Lesungen zählen, hierher kommen. Das ganze findet geballt über vier Tage und auf sieben Bühnen statt.

Welche Rolle spielen Sie bei dem Festival?

Mich hat man für diese Veranstaltung als Schirmherr zwangsverpflichtet (lacht). Am Anfang fand ich das auch ganz gut, bis ich gemerkt habe, dass da doch mehr dazugehört. Ich dachte als Schirmherr sag ich einfach ‚Hallo‘ und ‚Auf Wiedersehen‘. Danach wollte ich ans Kalte Büffet gehen und mich an Avocadocrème und Canapés erfreuen. Aber nein, man nahm mich dann doch mehr in die Pflicht. Aber es ist auch mal etwas anderes.

Wie haben Sie es geschafft, so viele Künstler für die Humorzone zu engagieren?

Auf unterschiedlichsten Wegen. Teilweise haben wir die Künstler einfach angesprochen, andere wurden von ihren Managern verpflichtet, andere haben wir überredet, manche haben wir gezwungen, manche mit Geld, bei manchen haben wir aber auch einfach nur gesagt, dass sie einen Dresdner Stollen bekommen. Aber ich denke die meisten kommen frohen Mutes.

Wie läuft der Vorverkauf für die Humorzone?

Also eigentlich recht gut. Es gibt noch einige Karten für die Newcomer. Aber wer sich auf jeden Fall lohnt und für den es auch noch Tickets gibt, ist Andreas Hofmeir. Er ist Bayer, ein süddeutsches Urgestein, ein Tubist und ein äußerst musikalischer Mensch. Er macht Comedy mit und über Tuba. Das ist absolute Weltpremiere. Er hat auch schon mit den bayrischen Philharmonikern gespielt, hat einen Klassik Echo bekommen, war jahrelang mit LaBrassBanda unterwegs und hat nun festgestellt, dass er auch noch lustig ist.

Welchen der auftretenden Künstler würden Sie noch sehen wollen?

Ich hoffe, dass ich mir einige anschauen kann. Es gibt natürlich viele, die man kennt, aber – und das wird häufig unterschätzt – gerade die jungen, unbekannten, noch auf dem Weg befindlichen Akteure sind meist die überraschenden Entdeckungen. Sie sind wie grob geschliffene Halbedelsteine, bei denen das Können zart durchfunkelt. Doch bald werden sie hell erleuchten. Deswegen denke ich, dass ich eher in die kleinen Veranstaltungen gehen werde.

Eine dieser grob geschliffenen Halbedelsteine ist Enissa Amani. Ihre Vorstellung ist längst ausverkauft. Was ist an der jungen Frau so besonders?

Enissa Amani ist natürlich ein bestens gemixter Cocktail: jung, attraktiv, weiblich, lustig und obendrein gibt es noch einen Schuss Exotik. Das spricht natürlich die Gemüter an, denn oft gibt es solche Frauen nicht.

Wieso sind Frauen im Kabarett oder im Bereich des Comedys generell nicht so stark vertreten wie die Männer?

Warum? Vielleicht wollen sie es nicht. Ich weiß es nicht. Vielleicht mögen es Frauen einfach nicht, dass man über sie lacht. Und ich denke, dass Frauen es grundsätzlich etwas schwerer haben. Die Gesellschaft ist ihnen gegenüber  kritischer. Darüber haben sich aber schon Heerscharen von Instanzen den Kopf zerbrochen. Lösungen gibt es bisher keine.

In der Schweiz gibt es ebenfalls ein seit 1992 stattfindendes Humorfestival. Ist die Dresdner Variante daran angelehnt?

Es gibt ja schon ganz viele Humorfestivals. In Köln oder Leipzig beispielsweise. Aber nein, es gibt keinen Paten für die Dresdner Variante. Wir würden uns einfach freuen, wenn es hier genauso gut läuft, wie bei den anderen. Jede Stadt hat ihr eigenes Publikum und es bleibt spannend, wie die Dresdner hier im Tal reagieren. Natürlich wird nicht gleich alles gut ankommen. Aber es wird sicherlich auch einige Auftritte geben, die sich überraschend zum Highlight entwickeln, obwohl man sie gar nicht auf dem Schirm hatte.

Soll die Veranstaltung künftig jährlich stattfinden?

Das Organisationsteam ist natürlich sehr engagiert und der Enthusiasmus, es für die nächsten 500 Jahre zu etablieren, ist natürlich da. Da gehört das Festival eines Tages vielleicht zu Dresden wie der Barock.

Wieso kommen nicht nur Musiker, sondern auch Comedians eher selten nach Dresden und spielen dafür lieber in Leipzig?

Ich denke, das sind vor allem logistische Probleme. Vielleicht brauchen manche Stars einfach große Hallen, wo 70 Millionen Leute reinpassen. Dann spielt auch die Lage eine wichtige Rolle. Leipzig liegt zentraler als Dresden? Danach kommt schließlich nur noch Pirna und dann ist man ja schon in Tokio.

Welchen Künstler würden Sie sich als Gast auf ihrem Geburtstag wünschen?

Das ist schwierig. Ich finde eigentlich viele gut. Deshalb würde ich mir alle einladen und vor Ort entscheiden, wer auftreten darf. Für die anderen gibt es dann aber natürlich reichlich Gebäck und Getränke. Es wird auf jeden Fall sehr gemütlich und fröhlich.

Weitere Informationen zum Programm sowie Tickets gibt es unter www.humorzone.de

Nadine Steinmann

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