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Magic City in Dresden: Die Zeitenströmung feiert Street Art

Ausstellung Magic City in Dresden: Die Zeitenströmung feiert Street Art

Die Dresdner „Zeitenströmung“ verwandelt sich für drei Monate in eine „magische Stadt“ der Straßenkunst. Die Ausstellung „Magic City – die Kunst der Straße“ zeigt bis zum 8. Januar auf 2500 Quadratmetern zahlreiche Graffiti, Street Art und Kunstinstallationen.

Die Dresdner „Zeitenströmung“ verwandelt sich für drei Monate in eine „magische Stadt“ der Straßenkunst.
 

Quelle: dpa-Zentralbild

Dresden.  Die Dresdner „Zeitenströmung“ verwandelt sich für drei Monate in eine „magische Stadt“ der Straßenkunst. Die Ausstellung „Magic City – die Kunst der Straße“ zeigt bis zum 8. Januar auf 2500 Quadratmetern zahlreiche Graffiti, Street Art und Kunstinstallationen.

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Bis zum 8. Januar wird Dresden zum Mekka der Street Art. In der Zeitenströmung zeigen zahlreiche Künstler neue Werke.

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Ausstellungsdirektor Christoph Scholz spricht von einer „Weltpremiere in Dresden“. Denn die Schau entstand weitgehend erst in den vergangenen vier Wochen. Abgesehen von wenigen Leihgaben wie einer Skulptur aus portugiesischem Schrott wurden fast alle Werke in Dresden frisch gesprüht und gebaut. Nach drei Monaten zieht die Ausstellung weiter. So wie in Dresden wird sie aber nie wieder zu sehen sein, da einige Künstler mit ihren Stücken die Schau verlassen, andere kommen stattdessen neu hinzu, erklärt Scholz. Ziel ist es, einen aktuellen Querschnitt internationaler Street Art-Kunst zu zeigen.

Über 40 Künstler verschiedener Generationen sind dabei. Der Jüngste ist Mitte 20, der älteste fast 60. Jeder Künstler konnte sein Werk frei gestalten. Mit „Andy K.“ und Jens Besser sind auch zwei Dresdner Sprayer vertreten.

Zudem gibt es eine Kooperation mit dem Jugendhaus Spike, das im „Spike-Lab“ verschiedene Workshops plant und dort auch Dresdner Künstlern Raum bieten will. Dazu stellen verschiedene Stars der Szene aus. Die Reihe reicht von Dan Witz über den Chinesen Qi Xinghua bis Tristan Eaton.

Service

Zeitenströmung, Königsbrücker Straße 96, 01099 Dresden

Di, Mi, Do und So 10 – 17 Uhr

Fr, Sa 11 – 21 Uhr

Letzter Einlass und Schließung der Tageskasse jeweils 1 Stunde vor Ende

Montags geschlossen (außer: 3.10., 31.10., 26.12.)

Weitere Schließtage: 24./25.12.2016, 31.12.2016

Erwachsene: Di-Do. 14 Euro, Sa., So. + Feiertage 16 Euro

Ermäßigt: 12/14 Euro

Kinder: 7/8 Euro

Gruppen ab 10 Personen: 12/14 Euro

Familientickets (2 Erwachsene, bis zu 4 Kinder): 38/44 Euro

1.-16. Oktober 2016: alle Tickets € 10 / € 5 für Kinder

Dauerkarte für den gesamten Zeitraum der Veranstaltung: 48 Euro

Dabei sei eine „radikale Vielfalt“ herausgekommen, sagt Kurator Carlo Mc Cormick. Nach dem Eingang in die Ausstellung, der Grafitti, als Wurzel der Street Art thematisiert, öffnet sich die Schau komplett. Es gebe bewusst keine strikte Besucherführung, sagen die Macher. Stattdessen erhält jeder Besucher einen Stadtplan, mit dem er das Gelände selber erkunden kann. Es gibt eine Art „Hauptstraße“, die mittendurch führt, dazu offene und geschlossene Räume, die von immer wieder anderen Künstlern gestaltet wurden.

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Magic City in Dresden ist eine Weltpremiere – die meisten Kunstwerke entstanden vor Ort in der Zeitenströmung. So lief der Aufbau.

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So zeigt der New Yorker „Daze“ eine Hommage an seine Heimatstadt und die dortigen U-Bahn-Grafitti. Der Niederländer Leon Keer präsentiert „anamorphe Kunst“, die je nach Betrachtungswinkel anders wirkt. Eine Wand ist nur aus den Köpfen von Spraydosen gestaltet, in der Mitte steht ein Karussell, komplett mit Wolle eingestrickt. Manche Künstler spielen mit Farbe, andere mit Perspektive, manchen Werke nehmen mehrere Quadratmeter ein, andere sind klein und fast versteckt. Hinzu kommen Geräusche der Stadt, unter anderem von Hans Zimmer kreiert, der sonst für die Musik in Hollywood-Blockbustern sorgt.

Es sei eine große Zahl von Werken auf engem Raum, gibt auch Kurator Mc Cormick zu. Das könne komplex und überwältigend wirken, schließlich haben die Werke so keine Chance „zu atmen“, wie der New Yorker meint. Entsprechend müsse jeder Besucher seinen eigenen Weg durch die Schau finden.

Hintergrund: Street-Art

Die heutige Street Art begann mit ersten als Kunst anerkannten Graffiti in New York vor über 30 Jahren. Nach und nach wurde die Szene breiter und vielfältiger. Neben Graffiti und Wandmalerei gehören auch Aufkleber, Illusionskunst, die mit Perspektiven spielt oder Adbusting, also das Verfremden von Werbeplakaten, und vieles mehr dazu. Street Art ist oft illegaler Aktivismus und Rückeroberung des öffentlichen Raumes, meist mit gesellschaftskritischer Botschaft.

Der bekannteste Künstler weltweit ist „Banksy“, der es mit seinen Schablonengraffiti trotz Anonymität zu Berühmtheit gebracht hat. Wohl bekannteste deutsche Vertreterin ist die ebenfalls anonym arbeitende Zettelkünstlerin „Barbara“.

Von Stephan Lohse

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