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Märchentage unterm Dach der Yenidze: Nach der Hitze zurück unter die Kuppel

Märchentage unterm Dach der Yenidze: Nach der Hitze zurück unter die Kuppel

Der Beruf des Maklers und des Märchenerzählers haben viel gemeinsam. Manche werden diese Aussage stark anzweifeln, aber wer genau hinsieht, wird nicht umhin können, anzuerkennen, dass Makler neben Staubsaugervertretern und Telekom-Mitarbeitern de facto zu der ansonsten fast ausgestorbenen Berufsgruppe der Geschichten- oder Märchenerzähler gehören.

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Florentina Purwokinanti aus Indonesien.

Quelle: PR

Es kann Spaß machen, ihnen zuzuhören, wenn sie von Luftschlössern und prächtigen Gemächern erzählen, aber glauben darf man ihnen kein Wort. Aber so ein Makler will eben auch nur ein wenig Freude und Abwechslung in den Alltag seiner Zuhörer bringen, dass es dabei zu unüberlegten Immobilienanschaffungen kommt, ist nur seiner unbändigen Fabulierlust zuzuschreiben. Er meint es nicht böse und verlangt ja auch nur ein paar Prozent des Kaufpreises.

Traditioneller sind die Märchen, die von heute an bis zum Sonntag in der Yenidze erzählt werden, stehen doch mal wieder internationale Märchentage an. Damit kehren die Yenidze-Macher wieder unter die Kuppel zurück, die wegen der großen Hitze ein paar Tage als Veranstaltungsort ausgefallen war.

Zum Auftakt heute, 20.30 Uhr, liest, erzählt Florentina Purwokinanti aus Indonesien. Zudem tanzt sie - mit Hingabe und in schillernden Kostümen - alte indonesischen Tänze. Danach wird zu einer Reise in die magische Welt der Ureinwohner Lateinamerikas eingeladen - mit Juan Saul Villao Crespo aus Ecuador. Er liest, singt und spielt das brasilianische Märchen "Guaraná - der Baum der Lebenskraft".

Am Freitag, 20.30 Uhr, wird man von Ajay Sharma, die die Geschichte "Die drei Feen" erzählt, auf den indischen Subkontinent versetzt. Danach heißt es "Zeit der Morgendämmerung". Es geht um eine junge Frau, die mit Sanftheit und Klugheit den Kummer über eine enttäuschte frühere Liebe im Herzen ihres Erwählten zu besiegen weiß - eine indische Geschichte von laut Ankündigung "edler Schlichtheit und unvergesslicher Schönheit!" Es liest und singt Doreen Seidowski-Faust, die in der Märchenkuppel ähnlich heimisch ist wie Mad Max in der Donnerkuppel. Musikalisch begleitet wird sie von Mario Faust, der die Saiten der Sitar zupft. Und Anne Dietrich, die seit zehn Jahren das Winterhalbjahr zu Tanzstudien in Indien verbringt, bewegt in indischer Manier Arme, Füße und Hüften.

Am Sonntag geht es ins Reich der Mitte. In "Die Göttin Xingchan und das Geheimnis des alten Sees" geht es um Bauernschläue und Hochmut, Tapferkeit und Ehrlichkeit, Respekt vor der Natur und ihren Wundern. Präsentiert und gelesen von Hongfeng Yang und Andreas Opfermann spiegelt das Märchen "zum einen die Suche nach Glück und Harmonie, zum anderen aber auch die traditionellen chinesischen Prinzipien von Ehrlichkeit, Mitgefühl und Toleranz wider".

Am Sonntag, 20.30 Uhr, heißt es "Eine Riese um die Welt". Eingeladen wird in ferne Gebiete unserer Erde. Es gibt Märchen und Geschichten Tanz, und Musik aus China, Ecuador, Indonesien und Indien, vorgetragen von Künstlern, die aus diesen Ländern stammen und somit eine große Authentizität mitbringen. Wie es so im Märchen ist, der eine hilft dem anderen, deshalb soll der Erlös dieses Abends an Menschen gehen, die es nötiger haben als wir.

Tel.: 0351 4951001

www.1001maerchen.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.07.2015

Christian Ruf

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