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"Leuchtende Augen am Instrument" - Sylvia Smesny und Silke Schneider leiten seit acht Jahren die Neustädter Musik- und Kunstschule

"Leuchtende Augen am Instrument" - Sylvia Smesny und Silke Schneider leiten seit acht Jahren die Neustädter Musik- und Kunstschule

"Schau mal, dort drüben laufen Castorp und Ollux." Diesen Satz hören Sylvia Smesny und Silke Schneider laut eigener Aussage sehr oft, wenn sie in Dresden unterwegs sind.

Der Grund: Unter diesem Namen arbeiten Smesny (alias Castorp, entlehnt von Hans Castorp aus Thomas Manns "Zauberberg") und Schneider (als Ollux, das vom Sternpaar des Zwillings Castor und Pollux hergeleitet wurde) als Bilderbuchautorinnen. Seit acht Jahren hat sich ihr Betätigungsfeld jedoch erweitert: Als Schulleiterinnen der Neustädter Musik- und Kunstschule kümmern sie sich um die Ausbildung des Nachwuchses.

Die beiden unterrichten gemeinsam mit zwei weiteren Gastlehrern derzeit 210 Schüler auf dem Bischofsweg. Die Jüngsten sind zwei Jahre alt und machen beim Kleinkindmusizieren mit, singen, klatschen und stampfen. Für Kinder ab drei folgt die musikalische Früherziehung, bevor sich der Nachwuchs im Alter von fünf Jahren für ein Instrument entscheidet. In Dreier- und Vierergruppen besuchen sie dann einmal wöchentlich ihre Lehrerinnen. Dieser Gruppenunterricht hat sich bewährt, wie Smesny beschreibt: "Die Kinder lernen so, aufeinander zu hören, simultan und rhythmisch zu spielen." Aber nicht nur Kinder lernen bei Sylvia Smesny und Silke Schneider das Musizieren, auch 40 Erwachsene gehören zu den Schülern, die älteste Elevin ist 62.

Doch ob Groß oder Klein, eines gilt für alle: Nicht nur die Leistung steht im Vordergrund, sondern auch der Spaß. Ziel ist es, ein gediegenes Laienniveau zu erreichen. "Wir wollen leuchtende Augen am Instrument sehen", erklärt Smesny. Damit es so weit kommt, sei eines aber unerlässlich: Üben, nicht nur im Unterricht, sondern auch zu Hause. Hier seien vor allem die Eltern gefragt, die Motivation ihrer Zöglinge zu steigern und ihnen die Musik schmackhaft zu machen. Ob die Eltern bereit sind, mit den Lehrern zu kommunizieren, sei deshalb oberstes Kriterium bei der Aufnahme in der Schule. "Wenn die Kinder nicht 30 Minuten am Tag üben, werden sie nie das Niveau erreichen, ab dem es cool ist, ein Instrument zu spielen", so Smesny. Wenn sie es nämlich können, davon sind die Schulleiterinnen überzeugt, werden sie das Spielen in der Pubertät auch nicht aufgeben.

Und dass die Schüler etwas können, wollen diese am Sonnabend beweisen. Um 17 Uhr führen 50 von ihnen in der Aula des Romain-Rolland-Gymnasiums die Kinderoper "Schule der Tiere" auf. Seit Herbst vergangenen Jahres proben alle für dieses Frühlingskonzert. Schneider wird dirigieren, Smesny kümmert sich um das Puppentheater, das zwischen den einzelnen Liedern gezeigt wird. Die 18 Lieder der Oper sind selbst komponiert, die Texte des Puppenspiels selbst verfasst. Ein wenig Aufregung spielt so kurz vor dem Auftritt natürlich mit, besonders bei den Sieben- bis 14-Jährigen Orchestermitgliedern. Und die Herzen der Eltern klopfen sicher auch schneller.

Frühlingskonzert: Sonnabend, 17 Uhr (Einlass bis 16.40 Uhr), Aula Romain-Rolland-Gymnasium, Weintraubenstraße/Ecke Melanchtonstraße (außerdem am 1. Juli, ebenfalls 17 Uhr), Eintritt an der Abendkasse 10 Euro, Kinder erhalten freien Eintritt.

www.neustaedter-musik-kunstschule-dresden.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.03.2012

Ch. Grödel

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