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Lasse Matthiessen im Dresdner Societaetstheater

Lasse Matthiessen im Dresdner Societaetstheater

Lasse Matthiessen macht Musik, von der man ahnt, sie kommt von ganz weit oben. Dass ein paar Lieder von ihm den Fummelhintergrund zur Vorabendserie "Verbotene Liebe" lieferten, beweist eigentlich nur, dass auch einfach gestricktere Produzenten mal Lust auf etwas Schwere haben.

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Lasse Matthiessen spielt heute Abend im Societaetstheater.

Quelle: PR

Das kann man dem melancholischen Dänen jedenfalls nicht vorwerfen. Im Societaetstheater absolviert er, gemeinsam mit Anne Haight und Kirstin Kroneberger, heute ein weiteres Dienstagskonzert.

Ein völlig ungehörter Sound ist das nicht. Im Gegenteil, diese sanfte Art der akustischen Singer/Songwriter-Sitzmusik füllt längst Regale der Unterhaltungsmusik. Matthiessens Zeilen träumen aber genau so schön wie viele andere vor sich hin. Das war beim Debütalbum "Dead Man Waltz" (2012, Solaris Empire) so und das ist beim Nachfolger "Carry me Down" (2013) genauso. Und "down" ist zumindest textlich die Richtung. Vergänglichkeit, Sinnlosigkeit des Lebens, Liebesschmerz - davon handeln viele Zeilen in einer Musik, die Matthiessen so minimalistisch aufnimmt, wie es eben geht. Da bleiben manchmal nur seine Stimme und eine Violine übrig. Im nächsten Song dann wieder Gitarre, Mundharmonika, Kontrabass, ein Glockenspiel oder eine Tuba - alle Instrumente haben diesen warmen Klang, der es ihm ermöglicht, über traurige Dinge zu singen, ohne schwermütig zu klingen. Man kuschelt sich in die Strophen und genießt vielleicht ein bisschen, dass gerade so wenig Licht im Tag ist. Außerdem kann man bei "Don't Fall in Love" hören, wie er Leipzig, Halle und Berlin singt. Natürlich ist es ein trauriges Lied über die Liebe, aber gleichzeitig auch ein sehr poetisches.

Über Anne Haight und Kirstin Kroneberger gibt es noch nicht so viel zu sagen, denn sie touren das erste Mal gemeinsam durch Deutschland. Sie verbindet die Liebe zur eingängigen Musik, sagen sie. Die bezeichnen sie als eine Mischung aus "melodischem Alternative-Folk and Independent Pop". Haight singt mit klarer Stimme und spielt Gitarre oder Ukulele, Kroneberger begleitet sie an der Bratsche. Zerbrechlich und minimalistisch - das beschreibt auch den zweiten Act des Abends ganz gut. Oder wie ein Song der beiden es sagt: "Summer is Gone". Jetzt ist viel Zeit für Herbstmusik.

Lasse Matthiessen/Anne Haight und Kirstin Kroneberger heute 20 Uhr im Societaetstheater. Karten kosten an der AK 10 Euro.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.12.2013

Juliane Hanka

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